Hochschulen

Forschungsverbund testet neues Biomarkerverfahren für die Darmkrebsnachsorge bei jungen Erwachsenen

  • Freitag, 13. Februar 2026
/SciePro, stock.adobe.com
/SciePro, stock.adobe.com

Lübeck – An einer besseren Prognose und Lebensqualität junger Patienten nach einer Darmkrebserkrankung arbeitet der interdisziplinäre Forschungsverbund OUTLIVE-CRC am Universitätsklinikum Schleswig-Holstein (UKSH), Campus Lübeck, und an der Universität zu Lübeck. Im Zentrum stehen dabei innovative, auf Flüssigbiopsien basierende Biomarker sowie personalisierte Ernährungsinterventionen für Patientinnen und Patienten unter 50 Jahren.

Das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) fördert das Vorhaben in einer zweiten Phase mit 2,81 Millionen Euro im Rahmen der Nationalen Dekade gegen Krebs.

In der ersten Förderperiode haben die Forschenden unter anderem ein neuartiges Multi-Marker-Risikopanel entwickelt. Dazu haben sie klinische Parameter des biologischen Alterns mit umfangreichen Multi-Omics-Daten verknüpft unter anderem aus der Metabolomik, Proteomik, Genomik, Epigenomik und Mikrobiomik. Die Quellen dafür waren nicht-invasive Flüssigbiopsien wie Blut- oder Stuhlproben.

In der jetzt startenden zweiten Förderperiode will das Forschungsteam die in der ersten Phase entwickelten personalisierten Ernährungsinterventionen bei jungen Darmkrebspatientinnen und -patienten im Rahmen strukturierter Nachsorgeuntersuchungen einsetzen.

Gleichzeitig wird das Multimarker-Risikopanel daraufhin überprüft, ob sich Patienten mit einem erhöhten Rezidivrisiko oder einem frühen Rückfall zuverlässig identifizieren lassen. Langfristig soll so eine frühzeitigere und individuellere Nachsorge möglich werden.

Koordiniert wird der Forschungsverbund von Stefanie Derer-Petersen, stellvertretende Direktorin und Arbeitsgruppenleiterin des Instituts für Ernährungsmedizin des UKSH, Campus Lübeck, sowie von Nikolas von Bubnoff, Direktor der Klinik für Hämatologie und Onkologie des UKSH, Campus Lübeck. Von Bubnoff ist auch Vorstand des Universitären Cancer Centers Schleswig-Holstein, einem Zusammenschluss aller onkologisch tätigen Einrichtungen des UKSH und der Universitäten in Kiel und Lübeck.

hil

Diskutieren Sie mit:

Diskutieren Sie mit

Werden Sie Teil der Community des Deutschen Ärzteblattes und tauschen Sie sich mit unseren Autoren und anderen Lesern aus. Unser Kommentarbereich ist ausschließlich Ärztinnen und Ärzten vorbehalten.

Anmelden und Kommentar schreiben
Bitte beachten Sie unsere Richtlinien. Der Kommentarbereich wird von uns moderiert.

Es gibt noch keine Kommentare zu diesem Artikel.

Newsletter-Anmeldung

Informieren Sie sich täglich (montags bis freitags) per E-Mail über das aktuelle Geschehen aus der Gesundheitspolitik und der Medizin. Bestellen Sie den kostenfreien Newsletter des Deutschen Ärzteblattes.

Immer auf dem Laufenden sein, ohne Informationen hinterherzurennen: Newsletter Tagesaktuelle Nachrichten

Zur Anmeldung