Politik

Fünf-Punkte-Plan soll Pharma in Sachsen-Anhalt stärken

  • Mittwoch, 17. Juni 2026
/Surasak, stock.adobe.com
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Magdeburg – Mit einem Zukunftspakt will Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Sven Schulze (CDU) das Land als Pharmastandort stärken. „Wir haben in den letzten Jahrzehnten einiges aufgebaut“, sagte der CDU-Politiker nach einem Pharma-Gipfel in Magdeburg. Ziel sei es, den Standort in die Zukunft zu begleiten.

Ein großer Teil der Pharmaversorgung in Deutschland hänge von Sachsen-Anhalt ab, so Schulze. Viele Medikamente, die man heute in Deutschland, teils auch in Europa, zu sich nehme, kämen aus Sachsen-Anhalt. Der Ministerpräsident hatte Vertreter aus Wissenschaft, Pharmaindustrie, Verbänden und Gewerkschaften in die Staatskanzlei geladen, um über die künftigen Potenziale der Branche im Land zu diskutieren.

Ergebnis ist eine gemeinsame Erklärung mit dem Ziel, die Zukunft Sachsen-Anhalts als Pharmastandort zu stärken. Ein Fünf-Punkte-Plan soll die Voraussetzungen für neue Investitionen, Innovationen und hochwertige Arbeitsplätze schaffen. Vorgesehen sind etwa schnellere Genehmigungen bei Ansiedlungen und Erweiterungen, ein zentraler Ansprechpartner in der Staatskanzlei und der Ausbau von Produktionskapazitäten für kritische Arzneimittel.

Sachsen-Anhalt als europäischer Top-Standort

Der Pharma-Gipfel soll künftig jährlich stattfinden. Zusätzlich sind Treffen in kleineren Runden geplant. Nach Schulzes Vorstellungen soll Sachsen-Anhalt zu einem der Top-Pharmastandorte in ganz Europa werden. Unternehmen wie Bayer, Merz Pharma und Wacker produzieren bereits in Sachsen-Anhalt. 30.000 Menschen sind laut Schulze in der Branche direkt und indirekt beschäftigt.

Han Steutel, Präsident des Verbands forschender Arzneimittelhersteller (vfa), lobte den Gipfel. Die Infrastruktur für die forschende Pharmaindustrie in Deutschland sei hervorragend, sagte Steutel. Sachsen-Anhalt habe als eines der kleineren Bundesländer einen riesigen Vorteil: Die Wege seien kürzer. Im Wettbewerb mit den USA und China müsse man dafür sorgen, dass man mitmachen könne und werde.

dpa

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