Garg hält Abschaffung der Honorarbudgets für sinnvoll
Kiel – Schleswig-Holsteins Gesundheitsminister Heiner Garg (FDP) hält eine Abschaffung der Budgetierung der Honorare bei niedergelassenen Ärzten für sinnvoll. Damit lasse sich das Problem langer Wartezeiten bei bestimmten Fachärzten relativ schnell lösen, sagte Garg der Online-Ausgabe der Kieler Nachrichten. „Das heißt: Leistungen, die erbracht werden, auch endlich wieder zu bezahlen. Dann würde sofort eine Verbesserung für die gesetzlich Versicherten erreicht.“
Das Argument bisheriger Bundesregierungen, die Kosten würden damit explodieren, stimmt nach Gargs Ansicht nicht – eine Abschaffung der Budgetierung führe laut Studien lediglich zu zusätzlichen Ausgaben von 3,5 bis maximal fünf Milliarden Euro. „Das ist ein Bruchteil der heutigen Überschüsse der gesetzlichen Krankenversicherung“, sagte er.
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