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Generalstaatsanwaltschaft zählt fast 2.000 Kriminalitätsfälle im Gesundheitswesen

  • Mittwoch, 28. Januar 2026
Uploaded: 29.07.2015 16:04:46 by mis
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Nürnberg – Unzulässig abgerechnete Medikamente, fingierte Pflegeleistungen oder Betrug mit Coronatests – in fast 2.000 Fällen von Betrug oder Korruption im Gesundheitswesen hat die zuständige Generalstaatsanwaltschaft in Nürnberg in den vergangenen fünf Jahren ermittelt.

Gerichte ordneten nach Angaben des Bayerischen Justizministeriums allein in den Verfahren einen Wertersatz von mehr als 22 Millionen Euro an.

Die bayerische Zentralstelle zur Bekämpfung von Betrug und Korruption im Gesundheitswesen bei der Staatsanwaltschaft Nürnberg wurde im September 2020 gegründet. Bis Ende 2025 führten ihre Ermittlungen demnach zu 118 Anklagen und 131 Strafbefehlen. 335 Verdächtige mussten sich seither vor Gericht verantworten.

In den meisten Fällen geht es nach Angaben der Fachleute um Abrechnungsbetrug, etwa wenn Pflegedienste Leistungen abrechnen, die nicht erbracht wurden, oder Apotheker Medikamente illegal verkaufen. Schmiergelder und Urkundenfälschung spielen demzufolge nur eine untergeordnete Rolle.

Wenn die Zentralstelle ermittelt, gehe es meist um systematischen, organisierten Betrug, heißt es vom Ministerium. Dabei liege der Schaden schnell im sechs- oder sogar siebenstelligen Bereich.

dpa

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