Gesamtvergütung in Thüringen steigt um knapp sieben Prozent
Weimar – Ein Plus der morbiditätsorientierten Gesamtvergütung von 6,99 Prozent für das Jahr 2013 hat die Kassenärztliche Vereinigung (KV) Thüringen unter Vermittlung des Landesschiedsamtes mit den Krankenkassen des Bundeslandes ausgehandelt. „Das ist ein positives Ergebnis für die Ärzte in Thüringen. Wir sind mit dem Ergebnis zufrieden“, sagte ein Sprecher der KV gegenüber dem Deutschen Ärzteblatt.
Vom Plus beim Gesamthonorar werden rund ein Prozent für die Förderung der geriatrischen und palliativmedizinischen Versorgung und für die Versorgung von Kindern mit chronischen Erkrankungen dem hausärztlichen Versorgungsbereich sowie der fachärztlichen Grundversorgung zur Verfügung gestellt.
Neben dem Anstieg bei der Gesamtvergütung haben KV und Kassen außerdem vereinbart, Leistungen künftig extrabudgetär zu vergüten, unter anderem die Psychotherapie, schmerztherapeutische Leistungen bei ausschließlich schmerztherapeutisch arbeitenden Ärzten und Leistungen der spezifischen Immuntherapie.
Die Vertragspartner haben sich darüber hinaus auf einen Katalog besonders förderungswürdiger Leistungen verständigt, die innerhalb der morbiditätsbedingten Gesamtvergütung mit einem Punktwertzuschlag von 0,5 Cent vergütet werden. Das betrifft zum Beispiel den Hausbesuch durch Praxispersonal (VERAH), die augenärztliche Strukturpauschale, Heimbesuche allgemein sowie bei Patienten mit neurologischen und psychiatrischen Erkrankungen, neurologisches und psychiatrisches Gespräch und die Polysomnographie.
„Wir haben einen großen Schritt getan, um die besondere Versorgungssituation in Thüringen besser honorieren zu lassen“, sagte die KV-Vorstandsvorsitzende Annette Rommel der Osterländer Volkszeitung heute.
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