Ärzteschaft

Gesamtvergütung in Thüringen steigt um knapp sieben Prozent

  • Montag, 27. Mai 2013

Weimar – Ein Plus der morbiditätsorientierten Gesamtvergütung von 6,99 Prozent für das Jahr 2013 hat die Kassenärztliche Vereinigung (KV) Thüringen unter Vermittlung des Landesschiedsamtes mit den Krankenkassen des Bundeslandes ausgehandelt. „Das ist ein positives Ergebnis für die Ärzte in Thüringen. Wir sind mit dem Ergebnis zufrieden“, sagte ein Sprecher der KV gegenüber dem Deutschen Ärzteblatt.

Vom Plus beim Gesamthonorar werden rund ein Prozent für die Förderung der geria­trischen und palliativmedizinischen Versorgung und für die Versorgung von Kindern mit chronischen Erkrankungen dem hausärztlichen Versorgungsbereich sowie der fach­ärztlichen Grundversorgung zur Verfügung gestellt.

Neben dem Anstieg bei der Gesamtvergütung haben KV und Kassen außerdem vereinbart, Leistungen künftig extrabudgetär zu vergüten, unter anderem die Psychotherapie, schmerztherapeutische Leistungen bei ausschließlich schmerz­therapeutisch arbeitenden Ärzten und Leistungen der spezifischen Immuntherapie.

Die Vertragspartner haben sich darüber hinaus auf einen Katalog besonders förde­rungswürdiger Leistungen verständigt, die innerhalb der morbiditätsbedingten Gesamt­vergütung mit einem Punktwertzuschlag von 0,5 Cent vergütet werden. Das betrifft zum Beispiel den Hausbesuch durch Praxispersonal (VERAH), die augenärztliche Struktur­pauschale, Heimbesuche allgemein sowie bei Patienten mit neurologischen und psychia­trischen Erkrankungen, neurologisches und psychiatrisches Gespräch und die Polysomnographie.

„Wir haben einen großen Schritt getan, um die besondere Versorgungssituation in Thüringen besser honorieren zu lassen“, sagte die KV-Vorstandsvorsitzende Annette Rommel der Osterländer Volkszeitung heute.

hil

Diskutieren Sie mit:

Diskutieren Sie mit

Werden Sie Teil der Community des Deutschen Ärzteblattes und tauschen Sie sich mit unseren Autoren und anderen Lesern aus. Unser Kommentarbereich ist ausschließlich Ärztinnen und Ärzten vorbehalten.

Anmelden und Kommentar schreiben
Bitte beachten Sie unsere Richtlinien. Der Kommentarbereich wird von uns moderiert.

Es gibt noch keine Kommentare zu diesem Artikel.

Newsletter-Anmeldung

Informieren Sie sich täglich (montags bis freitags) per E-Mail über das aktuelle Geschehen aus der Gesundheitspolitik und der Medizin. Bestellen Sie den kostenfreien Newsletter des Deutschen Ärzteblattes.

Immer auf dem Laufenden sein, ohne Informationen hinterherzurennen: Newsletter Tagesaktuelle Nachrichten

Zur Anmeldung