Gesetzliche Krankenversicherung: Arzneimittelausgaben steigen auf 34,1 Milliarden Euro

Berlin – Die Ausgaben der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) für Arzneimittel sind nach Angaben des Deutschen Apothekerverbandes (DAV) im vergangenen Jahr um 3,8 Prozent gestiegen. Die GKV gab insgesamt 34,1 Milliarden Euro für Arzneien aus, teilte der Verband auf Basis von Daten der Apothekenrechenzentren heute mit. Noch nicht berücksichtigt wurden allerdings die Einsparungen der Krankenkassen durch Rabattverträge.
Allein in den ersten neun Monaten des vergangenen Jahres hatten die Krankenkassen etwa durch die mit den Pharmaherstellern ausgehandelten Rabatte demnach rund 2,8 Milliarden Euro eingespart. Damit dürfte der Ausgabenanstieg den DAV-Berechnungen zufolge insgesamt „sehr nahe“ bei den von Krankenkassen und Vertragsärzten gemachten Vorgaben von 3,1 Prozent liegen.
Einige hochpreisige Arzneimittel wie Immunsuppressiva und bestimmte Krebsmedikamente wurden 2016 laut DAV verstärkt verordnet, während die Ausgaben für teure Hepatitis-C-Medikamente sanken. Zugleich habe im vergangenen Jahr auch die Zahl der gesetzlich Versicherten um rund eine Million auf 72 Millionen zugenommen. Parallel dazu stieg demnach die Anzahl der auf Rezept abgegebenen Medikamente leicht um ein Prozent auf 756 Millionen Packungen.
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