Gesundheitsämter sollen personell verstärkt werden

Mainz – Wegen der hohen Belastungen aufgrund der Coronavirus-Epidemie sollen die Gesundheitsämter in Rheinland-Pfalz personell verstärkt werden.
Medizinstudenten ab dem fünften Semester wurden in einer Ausschreibung gebeten, sich zur Unterstützung der Ämter zu melden und dann etwa in der Beratungsarbeit der Hotlines mitzuwirken, wie Gesundheitsministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler (SPD) heute in Mainz mitteilte.
Unterstützung der Gesundheitsämter wünscht sich das Ministerium auch von Ärzten im Ruhestand. Es gebe bei den 24 Gesundheitsämtern im Land einen akuten Bedarf an 50 bis 60 zusätzlichen Kräften.
Während der gegenwärtigen Phase der Eindämmung der Epidemie gelte der Grundsatz, Kontaktpersonen von Infizierten so weit wie möglich zu ermitteln, sagte die Ministerin. „Dies bedeutet eine sehr starke Belastung für die Gesundheitsämter.“
Das rheinland-pfälzische Gesundheitsministerium stehe im ständigen Austausch mit dem Bundesgesundheitsministerium, dem Robert-Koch-Institut und allen Beteiligten im Gesundheitswesen, sagte Bätzing-Lichtenthäler.
Das Land habe die Herausforderung mit großer Sorgfalt angenommen. Es gebe aber in einigen Bereichen eine Situation, die bundesweit nicht zufriedenstellend sei. Dabei nannte die Ministerin die Knappheit an Schutzausrüstung. Das Land habe den Hausärzten 120.000 Atemschutzmasken zur Verfügung gestellt. Die vom Bund angekündigte zentrale Beschaffung stelle sich als sehr herausfordernd dar.
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