Glutid scheint die Motivation bei Menschen mit Depression zu steigern

Toronto – Glukagon-like-Peptid-1-Rezeptoragonisten (GLP-1-RA; Glutide) haben sich in der Behandlung von Typ-2-Diabetes und Adipositas als wirksam erwiesen. Neben der endokrinen Steuerung des Glukose- und Lipidstoffwechsels scheinen sie auch eine Reihe zentralnervöser Funktionen zu modulieren, die sich nicht auf die Regulation von Appetit und Nahrungszufuhr beschränken.
Eine Schlüsselrolle scheint dabei neuronalen Netzwerken zuzukommen, die – unter anderem über dopaminerge Synapsen – für die integrierte Prozessierung von Motivation und Belohnungserwartung sorgen. Darauf weist die sekundäre Analyse einer 16-wöchigen randomisiert kontrollierten Studie (RCT) aus Kanada hin, an der 72 von einer Major Depression Betroffene mit einem BMI ≥ 25 und Hinweisen auf kognitive Funktionsdefizite teilgenommen hatten (JAMA Psychiatry 2026; DOI: 10.1001/jamapsychiatry.2026.0594).
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