Politik

Grippe-Impfstoffe: Krankenkassen setzen auch 2013 auf Rabattverträge

  • Freitag, 7. Dezember 2012
Uploaded: 07.12.2012 16:30:10 by mis
dpa

Berlin/Dresden – Trotz der Lieferschwierigkeiten, die in diesem Jahr durch die Aus­schreibung von Rabattverträgen für Grippe-Impfstoffe entstanden sind, setzten Krankenkassen weiterhin auf dieses Instrument. So hat die Barmer GEK für die Krankenkassen in Sachsen- Anhalt für die Grippe-Impfsaisons 2013/14 und 2014/15 Rabattverträge über Grippe-Impfstoffe ausgeschrieben. Gestern veröffentlichte außerdem die AOK Plus stellvertretend für alle Kassen im Freistaat Sachsen eine ähnliche Ausschreibung für die Grippe-Impfsaison 2013/14.

„Die Engpässe in diesem Jahr, die durch Lieferprobleme eines großen Vertragspartners entstanden sind und gezeigt haben, dass Rabattverträge selbst zum Versorgungs­problem werden können, haben demnach nicht zu einem Meinungswechsel bei den Kassen geführt“, sagte der Geschäftsführer des Pharmaverbandes Pro Generika, Bork Bretthauer. Der Verband hatte in der Vergangenheit wiederholt Kritik an Rabattverträgen geübt.

Ärzte empört über Impfstoff-Chaos 2012
Nachdem in diesem Jahr die Kassen erstmals für diese Impfsaison Grippeimpfstoffe für Hamburg, Schleswig-Holstein und Bayern ausgeschrieben hatten und der Hersteller anschließend nicht ausreichend liefern konnte, kam es in den Arztpraxen zu Engpässen

Zusätzlich musste das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) im November einige Chargen des Impfmittelherstellers wegen möglicher Nebenwirkungen zurückrufen beziehungsweise -halten. Andere Anbieter, die in der Ausschreibung unterlegen waren, hatten ihre Produktionskapazitäten zurückgefahren und konnten nicht im ausreichenden Maße einspringen. Ärzte- und Apothekerverbände sprachen von „Impfstoff-Chaos“ und kritisierten die Rabattverträge für die Impfstoffe.

hil

Diskutieren Sie mit:

Diskutieren Sie mit

Werden Sie Teil der Community des Deutschen Ärzteblattes und tauschen Sie sich mit unseren Autoren und anderen Lesern aus. Unser Kommentarbereich ist ausschließlich Ärztinnen und Ärzten vorbehalten.

Anmelden und Kommentar schreiben
Bitte beachten Sie unsere Richtlinien. Der Kommentarbereich wird von uns moderiert.

Es gibt noch keine Kommentare zu diesem Artikel.

Newsletter-Anmeldung

Informieren Sie sich täglich (montags bis freitags) per E-Mail über das aktuelle Geschehen aus der Gesundheitspolitik und der Medizin. Bestellen Sie den kostenfreien Newsletter des Deutschen Ärzteblattes.

Immer auf dem Laufenden sein, ohne Informationen hinterherzurennen: Newsletter Tagesaktuelle Nachrichten

Zur Anmeldung