Vermischtes

Grippe und Corona seltener, Krankenstand sinkt leicht

  • Dienstag, 27. Januar 2026
/Bernd Leitner, stock.adobe.com
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Hamburg – Der Krankenstand unter den Versicherten der Techniker Krankenkasse (TK) ist im vergangenen Jahr erneut leicht gesunken, bleibt aber auf hohem Niveau. Durchschnittlich waren versicherte Erwerbstätige 18,6 Tage krankgeschrieben, wie die Kasse heute in Hamburg mitteilte. In den Vorjahren lag der Wert höher – 2024 bei 19,1 Tagen und 2023 bei 19,4 Tagen.

„Wir sehen in unseren Daten, dass es einen leichten Rückgang bei den Erkältungskrankheiten gibt, etwa bei Grippe, Corona oder Bronchitis“, erklärte TK-Vorstandschef Jens Baas. „Während wir zu Beginn des Jahres noch eine sehr große Erkältungswelle verzeichnet haben, gab es im Herbst und Winter deutlich weniger Fehltage aufgrund von Grippe und Co. als in den Vorjahren.“

Ursächlich für den Rückgang sind vor allem weniger Fehlzeiten durch Erkältungskrankheiten wie Grippe, Corona oder Bronchitis. Im Schnitt entfielen 2025 auf diese Diagnosen 4,25 Krankheitstage pro Erwerbsperson, nach 4,68 Tagen im Vorjahr. Auch bei Muskel-Skelett-Erkrankungen wie Rückenschmerzen gab es einen leichten Rückgang.

Weiter zugenommen haben dagegen die Fehlzeiten aufgrund psychischer Erkrankungen. Im Jahr 2025 summierten sich diese auf durchschnittlich 3,81 Krankheitstage je Erwerbsperson. Damit setzt sich der seit Jahren anhaltende Aufwärtstrend fort.

Baas warnte vor einer falschen Schwerpunktsetzung in der aktuellen Debatte um die telefonische Krankschreibung für leichte Erkrankungen wie beispielsweise Erkältungen.

„Langfristige gesundheitliche Probleme wie zum Beispiel Rückenschmerzen oder psychische Erkrankungen sind zwar seltener, fallen aber durch die längere Dauer deutlich mehr ins Gewicht.“ Arbeitgeber könnten hier mit betrieblichem Gesundheitsmanagement und einer wertschätzenden Unternehmenskultur gegensteuern.

Grundlage der Auswertung ist der TK-Gesundheitsreport mit Daten von rund 6,2 Millionen versicherten Erwerbstätigen.

kna

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