Politik

Grüne wollen stärkere Öffnung des Gesundheitswesens für ausländische Fachkräfte

  • Donnerstag, 30. Januar 2020
/dpa
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Berlin – Das deutsche Gesundheitssystem sollte sich nach Ansicht der Grünen im Bun­des­tag systematisch und verstärkt für ausländische Fachkräfte öffnen und diese gezielt fördern. Das sieht ein neuer Antrag der Fraktion vor, der am 12. Februar im Bundestag im Rahmen einer Anhörung besprochen werden soll.

Vor dem Hintergrund des demografischen Wandels und des Fachkräftemangels sei das Gesundheitswesen stärker als bisher auf eingewanderte Erwerbstätige angewiesen, heißt es in dem Antrag der Fraktion.

Die Grünen fordern unter anderem bundesweite Standards für Anerkennungsverfahren von Qualifika­tio­nen aus dem Ausland bei Pflege- und Gesundheitsberufen, berufsspezifi­sche Sprachkurse, die Repräsentanz von Menschen mit Migrationsgeschichte in den Füh­rungsgremien des Gesundheitswesens sowie eine Strategie zur Integration ausländischer Fachkräfte.

„Das Gesundheitswesen muss an die Anforderungen einer Einwanderungsgesellschaft angepasst werden“, sagte Kirsten Kappert-Gonther aus der Grünen-Fraktion. Ohne eine kulturelle Öffnung der Strukturen könne auf Dauer keine bedarfsgerechte Versorgung aller Menschen in Deutschland sichergestellt werden.

Wichtig sei, gemeinsam mit Akteuren des Gesundheits- und Pflegewesens sowie Migran­tenorganisationen eine Strategie zur Integration ausländischer Fachkräfte zu erarbeiten, hieß es. Ziel sei, zugewanderte Fachkräfte und die Stammbelegschaften bei der Integra­tion in den Arbeitsalltag zu unterstützen.

Außerdem sollte sich der Bundestag dem Antrag zufolge bei den Ländern und Hochschu­len dafür einsetzen, inter- und transkulturelle Kompetenz und Rassismuskritik in das Stu­dium der Humanmedizin und das Studium anderer Gesundheitsberufe aufzunehmen.

hil/hib

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