Grüne zu Coronabeschlüssen: Bedürfnisse von Kindern vernachlässigt

Berlin − Die Grünen vermissen in den Coronabeschlüssen von Bund und Ländern klare Perspektiven für Familien und vor allem Kinder. „Weiterhin werden die Bedürfnisse von Kindern nicht angemessen aufgegriffen“, sagte die Vize-Fraktionschefin und Familienpolitikerin Katja Dörner.
„Die Pläne zur Öffnung der Kitas bleiben vage, Familien wissen weiterhin nicht, worauf sie sich einstellen müssen. Das ist nicht akzeptabel.“ Wie Kitas und Schulen schrittweise wieder öffnen sollen, bleibt den Bundesländern überlassen.
Es gehe um Kinderbetreuung und Erwerbstätigkeit, aber auch um die Situation der Kinder selbst, sagte Dörner. Für Kinder, die weiterhin nicht in die Kita können, sollten Eltern eine familiäre Kinderbetreuung im sehr kleinem Rahmen mit festen Personen organisieren können, forderte sie.
„Wichtig wäre ein Rechtsanspruch auf Arbeitszeitreduzierung in Kombination mit einem Coronaelterngeld, denn Homeoffice und Kinderbetreuung geht auf Dauer nicht zusammen.“
Auch Fraktionschefin Katrin Göring-Eckardt sieht Defizite: Sie erwarte „konkrete Aktionspläne“, die den Menschen helfen und eine Perspektive geben, sagte sie. Wenn es schon „Profilierungswettbewerbe“ der Ministerpräsidenten gebe, „dann einen um bessere Schutzkonzepte für alte Menschen und Risikogruppen oder über sicheren Zugang zu Schulen, statt hier nur Minimalfortschritte vorzulegen“.
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