Grünes Licht für schnellere EU-Zulassung von Coronaimpfstoffen gegen Varianten

Brüssel – Die EU-Kommission hat den Weg für schnellere Zulassungen von Impfstoffen frei gemacht, die an neue Coronavarianten von SARS-CoV-2 angepasst sind. „Wir müssen darauf vorbereitet sein, Impfstoffe so schnell wie möglich anzupassen, um auf neue und potenziell impfstoffresistente Varianten zu reagieren“, erklärte Gesundheitskommissarin Stella Kyriakides heute.
Deshalb sollen Hersteller bereits zugelassener Coronavakzine künftig für die Zulassung angepasster Mittel weniger Daten bei der Europäischen Arzneimittel-Agentur EMA einreichen müssen.
Coronamutanten haben sich mittlerweile europa- und weltweit ausgebreitet. Die Impfstoffhersteller gehen bei den weit verbreiteten britischen, brasilianischen und südafrikanischen Varianten bislang zumindest von einer nur leicht eingeschränkten Wirksamkeit ihrer Mittel aus.
Dennoch könnten Anpassungen bald erforderlich sein, „um die Wirksamkeit (...) zu gewährleisten“, erklärte die Kommission. Im Februar hatte die Brüsseler Behörde bereits zusätzliche Fördergelder für die Erforschung und Beobachtung neuer Coronavarianten zur Verfügung gestellt.
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