Gute Halbjahreszahlen: Fresenius erhöht Gewinnprognose
Neustadt – Der Gesundheitskonzern Fresenius hat nach einem starken ersten Halbjahr 2016 die Gewinnprognose für das Gesamtjahr erhöht. Das gab der Konzern jetzt bekannt. Danach ist der Umsatz im gesamten ersten Halbjahr währungsbereinigt um sechs Prozent auf 14 Milliarden Euro gestiegen. Das Ergebnis stieg im gleichen Zeitraum um 18 Prozent auf 755 Millionen Euro. Zum Vergleich: Im ersten Halbjahr 2015 hatte es bei 642 Millionen Euro gelegen.
„Auch im zweiten Quartal haben alle vier Unternehmensbereiche zum anhaltend starken organischen Wachstum von Fresenius beigetragen“, sagte der Vorstandsvorsitzende des Konzerns, Stephan Sturm. „Wir blicken weiterhin mit großer Zuversicht nach vorne und heben unsere Gewinnprognose für 2016 an“, sagte er. Das Konzernergebnis soll nun währungsbereinigt um 11 bis 14 Prozent wachsen. Bisher erwartete Fresenius ein währungsbereinigtes Wachstum von 8 bis 12 Prozent.
Zum 30. Juni 2016 stieg die Anzahl der Mitarbeiter im Konzern auf 227.856. Ende 2015 hatte Fresenius 222.305 Mitarbeiter beschäftigt. Der Fresenius Konzern besteht aus vier großen Geschäftszweigen:
Fresenius Medical Care bietet Produkte und Dienstleistungen für Patienten mit Nierenerkrankungen an. Zum 30. Juni 2016 behandelte Fresenius Medical Care weltweit 301.548 Patienten in 3.504 Dialysekliniken. Der Umsatz stieg im ersten Halbjahr 2016 um sechs Prozent.
Fresenius Kabi ist spezialisiert auf intravenös zu verabreichende generische Arzneimittel, klinische Ernährung und Infusionstherapien für schwer und chronisch kranke Menschen im Krankenhaus und im ambulanten Bereich. Das Unternehmen ist ferner Anbieter von medizintechnischen Geräten und Produkten der Transfusionstechnologie. Fresenius Kabi steigerte den Umsatz währungsbereinigt um vier Prozent. Das organische Wachstum betrug sechs Prozent.
Fresenius Helios ist der größte Klinikbetreiber in Deutschland. Die Klinikgruppe verfügt über 112 Kliniken, darunter 88 Akutkrankenhäuser mit sieben Maximalversorgern in Berlin-Buch, Duisburg, Erfurt, Krefeld, Schwerin, Wiesbaden und Wuppertal sowie 24 Rehabilitationskliniken. Helios versorgt in seinen Kliniken jährlich mehr als 4,7 Millionen Patienten, davon rund 1,3 Millionen stationär, und verfügt insgesamt über mehr als 34.000 Betten. Fresenius Helios steigerte den Umsatz im ersten Halbjahr 2016 um fünf Prozent auf 2,912 Milliarden Euro.
Fresenius Vamed realisiert als vierter Konzernbereich weltweit Projekte und erbringt Dienstleistungen für Krankenhäuser und andere Gesundheitseinrichtungen, zum Beispiel die Entwicklung, Planung und schlüsselfertige Errichtung von Krankenhäusern. Der Umsatz von Fresenius Vamed stieg um zwei Prozent auf 472 Millionen Euro.
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