Harnsteine: Ureteroskopie nach 14 bis 21 Tagen sicherer

Mansoura – Eine ureteroskopische Steinentfernung 14 bis 21 Tage nach der Drainage einer obstruierten infizierten Niere ist mit weniger postoperativen infektiösen Komplikationen verbunden als ein Eingriff nach 7 Tagen. Zu diesem Ergebnis kommt eine ägyptische Arbeitsgruppe im World Journal of Urology (2026; DOI: 10.1007/s00345-025-06124-z).
Obstruierende Nieren- oder Harnleitersteine in Verbindung mit einer Infektion erfordern eine rasche Drainage der Niere. Nach erfolgreicher Dekompression und Kontrolle der Infektion erfolgt die definitive Steintherapie. Es bestünde bislang jedoch kein Konsens darüber, in welchem zeitlichen Abstand nach der Drainage die ureteroskopische Lithotripsie durchgeführt werden sollte, heißt es in der Studie. Während ein längeres Abwarten eine vollständigere Ausheilung der Infektion ermöglichen könnte, verlängert es zugleich die Belastung durch den Harnleiterschienenkatheter, den Antibiotikaeinsatz und die damit verbundenen Einschränkungen.
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