Hausärzte betonen ihre Kompetenz für den ganzen Menschen
Bad Orb/Berlin – Die Kompetenz von Hausärzten, den ganzen Menschen hochwertig zu versorgen, hat der Deutsche Hausärzteverband (DHÄV) anlässlich des Fortbildungskongresses „Practica“ in Bad Orb betont. Der Verband sah sich in den vergangenen Monaten nach eigenen Angaben Vorstößen ausgesetzt, hausärztliche Kompetenzen an bestimmte Facharztgruppen auszulagern.
„Wir müssen für die Identität unseres Faches kämpfen. Hochwertige Fortbildungen sind da ein wichtiges Instrument. Sie sind ein Schutzwall gegen solche Angriffe. Unser Anspruch ist es dabei nicht nur, die hausärztlichen Kompetenzen zu bewahren, sondern verloren geglaubte Aufgabenbereiche zurückzuerobern, um so eine klare Bündelung der Verantwortung in der Hausarztpraxis sicherzustellen“, sagte der Bundesvorsitzende des Verbandes, Ulrich Weigeldt.
Der DHÄV hatte sich beispielsweise in den vergangenen Monaten mit der Kassenärztlichen Bundesvereinigung um neue Regelungen zur Versorgung von geriatrischen Patienten gestritten. Ärger gab es auch mit dem Spitzenverband Fachärzte Deutschlands um die Vergütung von Leistungen der Grundversorgung.
„Es geht den Teilnehmern um mehr als Wissenserweiterung. Stärkung und Ausbau der eigenen Kompetenzen sind Schlagworte, die immer wieder genannt werden. Mit Veranstaltungen wie der ‚Practica’ machen wir unser Fach zukunftsfest“, sagte Hans-Michael Mühlenfeld, Tagungspräsident der Practica und Vorsitzender des Instituts für hausärztliche Fortbildung im Deutschen Hausärzteverband (IHF).
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