Ärzteschaft

Hausärzte für Ausbau der hausarztzentrierten Versorgung

  • Freitag, 22. März 2019

Stuttgart – Der Hausärzteverband Baden-Württemberg (HÄV) hat sich für den bundesweiten Ausbau der hausarztzentrierten Versorgung (HzV) ausgesprochen. Insbesondere für chronisch Kranke und multimorbide Patienten sei dies jetzt und in Zukunft zwingend erforderlich, um ein leistungsfähiges bezahlbares Gesundheitssystem zu erhalten.

Dem Verband zufolge beweist der bundesweit erste HzV-Vertrag mit der AOK Baden-Württemberg seit über zehn Jahren, dass das freiwillige Primärarztsystem HzV funktioniert: Es verbessert die Versorgung der Patienten, steigert die Effizienz und führt zu höherer Arbeitszufriedenheit der Ärzte.

Positiv bewertet der HÄV Baden-Württemberg die jetzt im Terminservice- und Versorgungs­gesetz (TSVG) verabschiedete verpflichtende Bonifizierung einer Teilnahme. „Eine Grundsatzdiskussion über die Einführung eines Primärarztsystems, die immer wieder aufflackert, ist überflüssig“, sagte Berthold Dietsche, erster Vorsitzender im Hausärzte­verband Baden-Württemberg.

Der politisch gewollte Wettbewerb zwischen KV-System und HzV funktioniere. Die Herausforderung sei, dass es nach wir vor zu wenige Nachahmer außerhalb Baden-Württembergs gebe und viele Kassen immer noch zu wenig täten, so Dietsche. Die Situation sei trotz bundesweit kontinuierlich steigender Teilnehmerzahl nicht grundsätzlich besser geworden.

„Der Hausärzteverband und die Krankenkassen wollen auch in Baden-Württemberg die HzV zusammen so weiterentwickeln, dass die Versicherten und Ärzte in Zukunft noch stärker von der Teilnahme an unserem auf Freiwilligkeit basierenden Primärarztsystem profitieren“, sagte Frank-Dieter Braun, zweiter Vorsitzender des Hausärzteverbandes Baden-Württemberg.

hil/sb

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