Ärzteschaft

Hessisches Ärzteparlament will Hitzeschutz für Kliniken und Praxen

  • Dienstag, 29. September 2026
/WestPic, stock.adobe.com
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Bad Nauheim – Die hessische Landesregierung soll ein Förderprogramm für Hitzeschutzmaßnahmen in den hessischen Kliniken, Pflegeeinrichtungen und Praxen einführen. Dies fordert die Delegiertenversammlung der Landesärztekammer Hessen (LÄKH).

Demnach soll Hitzeresilienz künftig Teil der gesundheitlichen Daseinsvorsorge sein. Erste Maßnahmen sollen bereits vor dem Sommer 2027 umgesetzt werden, so die Ärztinnen und Ärzte. Neben kurz- und mittelfristig wirksamen Anpassungsmaßnahmen fordert die LÄKH von Landes- und Bundesregierung auch eine langfristige Ursachenbekämpfung im Sinne eines konsequenten Klimaschutzes.

Der außergewöhnlich heiße Sommer 2026 mit seinen hohen Durchschnitts- und Spitzentemperaturen habe die Gesundheit der Bevölkerung in hohem Maße belastet, erklärte die LÄKH. Insbesondere ältere Menschen, chronisch Kranke, Schwangere, Säuglinge und Kleinkinder sowie Patientinnen und Patienten, die bestimmte Medikamente einnehmen, seien stark betroffen.

Die Klimaforschung zeige, dass die Wahrscheinlichkeit solcher Hitzeperioden sowohl in Bezug auf die Häufigkeit als auch die Intensität steigen werde. Gesundheits- und Pflegeeinrichtungen benötigten Fördermittel für Hitzeschutzmaßnahmen, um sich entsprechend vorbereiten zu können.

Notwendig seien auch Mindeststandards für Krankenhäuser, Arztpraxen, Medizinische Versorgungszentren und Pflegeeinrichtungen, welche bauliche und technische Maßnahmen sowie organisatorische Hitzeschutzkonzepte umfassen.

EB/aha

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