Holetschek fordert Regulierungen für investorengetragene MVZ

München – Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek hat die Bundesregierung aufgefordert, endlich Regulierungen bei den investorengetragenen medizinischen Versorgungszentren (iMVZ) auf den Weg zu bringen.
Denn obwohl bislang mehr als die Hälfte (58 Prozent) der bundesweiten Arztpraxen als klassische Einzelpraxis organisiert seien, steige die Zahl medizinischer Versorgungszentren sowie investorengetragener medizinischen Versorgungszentren stetig.
Holetschek befürwortete einen „ausgewogenen Mix zwischen klassischen Einzelpraxen und medizinischen Versorgungszentren“, warnte zugleich aber auch vor der sich abzeichnenden Fehlentwicklung bei iMVZ.
„Hier stehen klar die finanziellen Interessen der Investoren im Mittelpunkt und nicht die flächendeckende Versorgung der Menschen“, so der Minister. „Fremdinvestoren mit reinen Kapitalinteressen gefährden die Qualität unseres Gesundheitssystems.“
Vor diesem Hintergrund appellierte Holetschek an die Bundesregierung, das Thema nicht auf die lange Bank zu schieben, sondern zügig einen Gesetzesentwurf vorzulegen und mit den Ländern abzustimmen.
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