Ärzteschaft

Honorarumsatz leicht angestiegen

  • Freitag, 23. Januar 2026
/Nuttapong punna, stock.adobe.com
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Berlin – Vertragsärzte und Vertragspsychotherapeuten konnten in den ersten beiden Quartalen des Jahres 2024 einen leichten Honorarzuwachs verzeichnen. Das geht aus den aktuellen Honorarberichten der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) für die beiden Quartale hervor.

Demnach erhöhte sich der durchschnittliche Honorarumsatz aus vertragsärztlicher Tätigkeit im ersten Quartal 2024 auf 65.720 Euro – vor Abzug von Praxiskosten oder Steuern. Dies entspricht einem Plus von 2,9 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal. Im zweiten Quartal waren es 64.269 Euro (+5,5 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal).

Der Honorarumsatz wird häufig mit dem Einkommen der Niedergelassenen gleichgestellt. Der im Honorarbericht ausgewiesene Honorarumsatz bezieht sich auf die Zahlung für den Betrieb der Praxis und die Versorgung der gesetzlich Versicherten. Der Umsatz ist nicht mit dem Nettoeinkommen gleichzusetzen.

Der Honorarumsatz je Arzt im hausärztlichen Versorgungsbereich erhöhte sich den Daten zufolge im ersten Quartal 2024 im Schnitt um vier Prozent auf 66.504 Euro. Im zweiten Quartal wuchs der Honorarumsatz durchschnittlich um 5,3 Prozent auf 64.889 Euro.

Der durchschnittliche Honorarumsatz je Psychotherapeut und Arzt im fachärztlichen Bereich wuchs im ersten Quartal 2024 im Vergleich zum Vorjahresquartal um 2,3 Prozent auf 65.398 Euro. Im zweiten Quartal stieg dieser im Vergleich zum Vorjahresquartal um 5,7 Prozent auf 64.042 Euro.

Die Gesamtvergütung, also das Geld, das für die ambulante vertragsärztliche und psychotherapeutische Versorgung von gesetzlich Krankenversicherten zur Verfügung steht, erhöhte sich im ersten Quartal 2024 um 558,5 Millionen Euro (+4,8 Prozent) auf 12,1 Milliarden Euro (im Vergleich zum Vorjahresquartal).

Die morbiditätsbedingte Gesamtvergütung (MGV), aus der der Großteil der Leistungen vergütet wird, ist um 4,5 Prozent gewachsen. Die extrabudgetäre Vergütung (EGV) stieg um 5,5 Prozent.

Im zweiten Quartal erhöhte sich die Gesamtvergütung um 658,8 Millionen Euro (+5,8 Prozent) auf zwölf Milliarden Euro (im Vergleich zum Vorjahresquartal). Die MGV stieg dabei im Vergleich zum Vorjahresquartal um 4,1 Prozent. Die extrabudgetäre Vergütung EGV nahm um 8,6 Prozent zu.

EB

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