Huml will Kinder bei Pflege der Eltern finanziell entlasten
München – Bayerns Gesundheits- und Pflegeministerin Melanie Huml (CSU) will Angehörige von pflegebedürftigen Menschen besser vor finanzieller Überforderung schützen. „Die Versorgung eines pflegebedürftigen Angehörigen stellt die Familie ohnehin vor eine Herkulesaufgabe“, sagte Huml am Wochenende. Sie erneuerte damit eine bereits geäußerte Forderung.
Huml zufolge sollten Kinder künftig erst ab einem jährlichen Einkommen von 100.000 Euro an den Kosten für die Pflege der Eltern beteiligt werden, wenn diese sie selbst nicht tragen können. Ein ähnliches Verfahren gebe es bereits bei den Leistungen der Grundsicherung im Alter.
Eine erste Initiative Humls aus dem vergangenen Jahr hatte im Bundesrat keine Mehrheit gefunden. „Ich lasse aber nicht locker – und werde nach der Bundestagswahl im September dieses Jahres einen neuen Vorstoß unternehmen“, sagte sie.
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