Vermischtes

Im Gesundheitswesen arbeiten wieder mehr Menschen

  • Dienstag, 27. Januar 2026
/picture alliance, Oliver Dietze
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Wiesbaden – Ende 2024 haben in Deutschland knapp 6,2 Millionen Menschen im Gesundheitswesen gearbeitet. Das waren 102.000 oder 1,7 Prozent mehr als im Jahr 2023, wie das Statistische Bundesamt heute mitteilte.

Damit sei die Zahl der Beschäftigten im Gesundheitswesen 2024 seit dem Höhepunkt der Coronapandemie im Jahr 2021 erstmals wieder um mehr als ein Prozent gewachsen. Angesichts vieler Teilzeitstellen entspreche die Zahl von 6,2 Millionen Beschäftigten umgerechnet gut 4,4 Millionen Vollzeitstellen und damit 1,4 Prozent mehr als 2023.

Insgesamt sei die Zahl der Beschäftigten in stationären und teilstationären Einrichtungen um 3,0 Prozent gestiegen, während der Zuwachs im ambulanten Sektor nur bei 1,3 Prozent gelegen habe, hieß es weiter.

In den verschiedenen Bereichen des ambulanten Sektors sei die Entwicklung der Beschäftigtenzahl 2024 unterschiedlich gewesen, so das Amt weiter. In der ambulanten Pflege sei sie um 2,6 Prozent gestiegen, in Praxen sonstiger medizinischer Berufe wie etwa in der Physio- und Ergotherapie um 2,4 Prozent, in Arztpraxen und Zahnarztpraxen um 0,5 und 1,0 Prozent.

Beim Personal in Apotheken und im Einzelhandel mit augenoptischen, medizinischen und orthopädischen Artikeln habe es keine Änderungen gegeben.

Die Zahl der Pflegekräfte in Krankenhäusern, Vorsorge- oder Rehabilitationseinrichtungen sowie in ambulanten und (teil-)stationären Pflegeeinrichtungen sei gegenüber 2023 deutlich gestiegen, teilte das Amt weiter mit. Insgesamt arbeiteten in diesen Einrichtungen 49.000 Pflegekräfte mehr (3,4 Prozent) als 2023.

Dabei sei die Zahl der Pflegehilfskräfte mit +5,2 Prozent stärker gestiegen als die der examinierten Pflegekräfte (+2,6 Prozent). In absoluten Zahlen bedeute dies einen Anstieg um 24.000 auf 485.000 Pflegehilfskräfte und um 25.000 examinierte Pflegekräfte auf insgesamt rund eine Million.

Die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) sieht die neuesten Daten als positives Zeichen für die Bekämpfung des Fachkräftemangels, mahnt aber Reformen an, um nachhaltig Personal aufbauen und um deren Arbeitskraft im Sinne der Patientinnen und Patienten einsetzen zu können.

„Die Krankenhäuser arbeiten daran, immer bessere Arbeitgeber zu werden, flexible Arbeitsmodelle zu entwickeln, Familie und Beruf zu vereinbaren und vieles mehr“, sagte die stellvertretende Vorstandsvorsitzende der DKG, Henriette Neumeyer. Jetzt müsse die Politik handeln. An erster Stelle sollte demnach der Bürokratieabbau stehen.

kna

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