InfectControl bündelt Kompetenzen in Coronakrise

Jena – Das Forschungsbündnis InfectControl will mit einer Vielzahl interdisziplinärer Projekte zur Bewältigung der SARS-CoV-2-Pandemie beitragen. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) unterstützt die Vorhaben mit rund 4,5 Millionen Euro. Die bewilligten Projekte widmen sich der Coronapandemie aus unterschiedlichen Blickwinkeln, wie der Prävention, Diagnostik und Therapie.
So entwickeln beispielsweise Architekten der TU Braunschweig gemeinsam mit Medizinern der Charité – Universitätsmedizin Berlin bauliche Lösungen, um den Eintritt des Erregers in Krankenhäusern und Altenheimen und damit verbundene Ausbrüche künftig zu kontrollieren. Weitere Vorhaben beschäftigen sich mit Überwachungskonzepten.
Diese untersuchen einerseits, ob Nutz- und Haustiere bei der Verbreitung des neuen Coronavirus eine Rolle spielen und prüfen andererseits, welche Monitoringkonzepte am besten geeignet sind, um eine Infektionsausbreitung in Kitas einzudämmen.
Darüber hinaus will ein interdisziplinäres Team ein therapeutisches Konzept gegen SARS-CoV-2 entwickeln, bei dem Viruspartikel im Körper durch die aktivierte Immunzellen erkannt und beseitigt werden.
Mediziner und Hygieniker der Berliner Charité untersuchen zudem, ob COVID-19-Patienten anfälliger für Superinfektionen sind als andere Intensivpatienten und welche Rolle multiresistente Keime dabei spielen.
Der Forschungsverbund InfectControl vereint Partner aus Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft an den zentralen Standorten Berlin, Braunschweig, Greifswald, Jena und Würzburg. Gemeinsam entwickeln sie neue Strategien zur Bekämpfung von Infektionskrankheiten.
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