Vermischtes

Institut zum Warntag: Mehr Schutz für Menschen mit Behinderungen

  • Mittwoch, 9. September 2026
/picture alliance, ASSOCIATED PRESS, Markus Schreiber
/picture alliance, ASSOCIATED PRESS, Markus Schreiber
Dieses Dialog-Fenster öffnen

Berlin – Das Deutsche Institut für Menschenrechte mahnt vor dem bundesweiten Warntag am morgigen Donnerstag mehr Schutz für Menschen mit Behinderungen in Notlagen und bei Katastrophen an.

„Barrierefreie Infrastruktur und Kommunikation sind im Katastrophenfall entscheidend“, sagte die Leiterin der Monitoring-Stelle des Instituts zur UN-Behindertenrechtskonvention, Britta Schlegel, in Berlin.

„Ob Warnungen nicht nur akustisch, sondern auch optisch erfolgen, Fluchtwege oder Schutzräume barrierefrei zugänglich sind oder Informationen in Leichter Sprache zur Verfügung stehen, beeinflusst maßgeblich die Überlebenschancen von Menschen mit Behinderungen“, erklärte Schlegel.

Das Institut empfiehlt der Politik in Bund und Ländern, Menschen mit Behinderungen als besonders gefährdete Gruppe im Zivilschutzgesetz des Bundes und in den Katastrophenschutzgesetzen der Länder anzuerkennen.

Barrierefreiheit sei in den Gesetzen als Standard festzulegen. Zudem brauche es mehr spezielle Katastrophenschutzübungen. Menschen mit Behinderungen sollten bei Planungen einbezogen werden.

Der bundesweite Warntag von Bund, Ländern und Kommunen findet in der Regel einmal im Jahr am zweiten Donnerstag im September statt. Die Aktion dient der Erprobung von Warnsystemen.

Die Probewarnung wird ab 11 Uhr unter anderem über Smartphones, Fernseher und Radios verbreitet. Auch Sirenen können ausgelöst werden. Gegen 11.45 Uhr folgt eine Entwarnung.

kna

Diskutieren Sie mit:

Deutsches Ärzteblatt bei Google bevorzugen

Wenn Sie Deutsches Ärzteblatt als bevorzugte Quelle festlegen, können Inhalte von uns in Ihren Google-Ergebnissen sichtbarer erscheinen.

Jetzt bei Google bevorzugen

Diskutieren Sie mit

Werden Sie Teil der Community des Deutschen Ärzteblattes und tauschen Sie sich mit unseren Autoren und anderen Lesern aus. Unser Kommentarbereich ist ausschließlich Ärztinnen und Ärzten vorbehalten.

Anmelden und Kommentar schreiben
Bitte beachten Sie unsere Richtlinien. Der Kommentarbereich wird von uns moderiert.

Es gibt noch keine Kommentare zu diesem Artikel.

Newsletter-Anmeldung

Informieren Sie sich täglich (montags bis freitags) per E-Mail über das aktuelle Geschehen aus der Gesundheitspolitik und der Medizin. Bestellen Sie den kostenfreien Newsletter des Deutschen Ärzteblattes.

Immer auf dem Laufenden sein, ohne Informationen hinterherzurennen: Newsletter Tagesaktuelle Nachrichten

Zur Anmeldung