Vermischtes

Institute evaluieren Unterstützungsangebot für geflüchtete Menschen mit schweren Traumata

  • Montag, 13. April 2026
/Daniel Ernst, stock.adobe.com
/Daniel Ernst, stock.adobe.com

Bremen – Das Bremer Behandlungszentrum Refugio prüft zusammen mit dem Leibniz-Institut für Präventionsforschung und Epidemiologie BIPS im Rahmen des Projektes „HOME“, ob eine von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) entwickelte Intervention zur Bewältigung von traumatischen Ereignissen Geflüchteten in Deutschland wirksam helfen kann. 

Das Verfahren namens „Problem Management Plus“ (PM+) ist ein niedrigschwelliges, präventives Unterstützungsangebot. Es richtet sich an Menschen, die nicht schwer psychisch erkrankt sind, aber besondere psychische Belastungen zu bewältigen haben und denen bislang ein Zugang zu Therapie oder Beratung fehlt. 

PM+ wird von geschulten Gesundheitsmediatorinnen und -mediatoren durchgeführt, die die Sprache der Teilnehmenden sprechen. Internationale Studien zeigen, dass das Programm Symptome von Depression, Angst und Stress deutlich reduzieren kann. 

Die Projektpartner wollen untersuchen, ob und gegebenenfalls wie sich das Konzept an die hiesigen Versorgungsstrukturen anpassen lässt. Zudem wollen sie Barrieren und förderliche Faktoren identifizieren und Implementationsleitfäden entwickeln, um das Programm in verschiedenen Regionen in Deutschland anzubieten.

„PM+ ist international gut evaluiert und in Ländern wie der Schweiz bereits etabliert. Wir freuen uns sehr, dieses Konzept nun auch in Deutschland wissenschaftlich zu erproben und zu prüfen, wie es sich nachhaltig in bestehende Strukturen integrieren lässt“, erläuterte die Projektleiterin Daniela Fuhr vom BIPS. 

hil

Diskutieren Sie mit:

Diskutieren Sie mit

Werden Sie Teil der Community des Deutschen Ärzteblattes und tauschen Sie sich mit unseren Autoren und anderen Lesern aus. Unser Kommentarbereich ist ausschließlich Ärztinnen und Ärzten vorbehalten.

Anmelden und Kommentar schreiben
Bitte beachten Sie unsere Richtlinien. Der Kommentarbereich wird von uns moderiert.

Es gibt noch keine Kommentare zu diesem Artikel.

Newsletter-Anmeldung

Informieren Sie sich täglich (montags bis freitags) per E-Mail über das aktuelle Geschehen aus der Gesundheitspolitik und der Medizin. Bestellen Sie den kostenfreien Newsletter des Deutschen Ärzteblattes.

Immer auf dem Laufenden sein, ohne Informationen hinterherzurennen: Newsletter Tagesaktuelle Nachrichten

Zur Anmeldung