Ausland

Iran-Krieg legt zentrales WHO-Lager in Dubai lahm

  • Donnerstag, 5. März 2026
Hanan-Balkhy, WHO-Regionaldirektorin für den östlichen Mittelmeerraum. /picture alliance, ASSOCIATED PRESS, Khaled Elfiqi
Hanan-Balkhy, WHO-Regionaldirektorin für den östlichen Mittelmeerraum. /picture alliance, ASSOCIATED PRESS, Khaled Elfiqi

Genf – Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat wegen des Iran-Kriegs den Zugang zu einem ihrer größten Logistikzentren und Materiallager für weltweite Noteinsätze verloren. Die Einrichtung liegt in Dubai.

Dort seien alle Aktivitäten aufgrund der Sicherheitslage vorerst eingestellt worden, sagte die WHO-Direktorin für die Region, Hanan Balkhy, bei einer Pressekonferenz.

Material im Wert von 18 Millionen Dollar (15,5 Millionen Euro) sei dort nun blockiert, und Nachschub im Wert von acht Millionen Dollar, der per Schiff angeliefert werden sollte, könne das Zentrum nicht erreichen.

In dem Lager liegen Medikamente und medizinisches Material für Noteinsätze und zur Unterstützung geschwächter Gesundheitssysteme in aller Welt.

Dazu gehört unter anderem alles zur Versorgung von Verwundeten in Konflikten, von Betroffenen bei Erdbeben oder Überschwemmungen sowie Medikamente etwa für Bluthochdruck oder Diabetes. In manchen Jahren versorgt die WHO nach eigenen Angaben mehr als 20 Millionen Menschen in rund 70 Ländern von Dubai aus.

Nach Angaben der zuständigen WHO-Nothilfekoordinatorin Annette Heinzelmann wird geprüft, ob Material jetzt auf dem Landweg aus dem Logistikzentrum gebracht werden kann. Ebenso prüfe die WHO, ob ähnliche Logistikzentren in Brindisi in Italien, Nairobi in Kenia und anderswo Lieferungen übernehmen und wo Material und Medikamente lokal erworben werden können.

dpa

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