Kassenärztliche Bundesvereinigung will weiter über höhere Vergütung von Hausbesuchen verhandeln

Berlin – Nach der Honorareinigung für das laufende Jahr will die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) wichtige Punkte nachverhandeln. Das hat der stellvertretende KBV-Vorstandsvorsitzende Stephan Hofmeister jetzt im Interview mit KV-on, dem digitalen Webkanal der KBV, deutlich gemacht.
Hofmeister zufolge soll mit den Krankenkassen weiterhin über eine bessere Vergütung von Hausbesuchen gesprochen werden. „Bei den Hausbesuchen werden wir mit Nachdruck darauf drängen, dass die Positionen im Einheitlichen Bewertungsmaßstab (EBM) nachhaltig mit mehr Geld hinterlegt werden“, betonte er.
Nach seiner Darstellung geht es neben den Hausbesuchen vor allem um zwei große Kostenblöcke in den Praxen, für die die KBV zusätzliches Geld gefordert hat: Datensicherheit und Hygiene. „Diese sind auch als solche anerkannt worden, gehören aber formal nicht in die Orientierungswertverhandlungen“, sagte Hofmeister. Das gleiche gelte für Kosten für die Digitalisierung, die nicht durch andere Regelungen abgedeckt seien, zum Beispiel durch die Finanzierungsvereinbarung zur Telematikinfrastruktur.
Dazu werde ab März 2019 anhand neuer Zahlen weiter beraten. „Entstandene Kosten werden natürlich berechnet und gewertet, das heißt, die gehen nicht verloren“, sagte Hofmeister. Darüber hinaus sollen die Chronikerpauschalen überarbeitet werden, die bereits am 18. September auf der Tagesordnung des Bewertungsausschusses stehen. „Die Chronikerregelung macht vor allem im hausärztlichen Bereich erhebliche Probleme“, betonte Hofmeister.
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