KBV fordert Aufklärung und Informationen zu Secunetkonnektoren

Berlin – Die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) fordert von der gematik schnellstmögliche Aufklärung rund um die Vorgänge der Konnektoren für die Telematikinfrastruktur (TI) des Herstellers Secunet.
In einem dem Deutschen Ärzteblatt vorliegenden Schreiben des KBV-Vorstandes an gematik-Geschäftsführer Markus Leyck Dieken heißt es, man gehe davon aus, dass die gematik bereits daran arbeite, die Situation abzustellen. Bei einer Überprüfung von TI-Konnektoren hatte das IT-Magazin c’t in Logfiles der Secunetgeräte Daten gefunden, mit denen man einen persönlichen Bezug zum Arzt und Patienten herstellen könnte. Die gematik hatte die Geräte zuvor für die Nutzung freigegeben.
Die KBV betont in dem Schreiben, dass die Verantwortung für die Gewährleistung der technischen Anforderungen an die Datenschutzsicherheit im Rahmen des Prüf- und Zulassungsprozesses bei der gematik liege. Die entsprechende Spezifikation der gematik sehe ausdrücklich vor, dass personenbezogene Daten nicht in Konnektor-Protokolleinträgen gespeichert werden dürfen.
Von der nun entstandenen Problematik betroffene Ärzte bräuchten Informationen – etwa dazu, wie man bis auf Weiteres mit den Secunetkonnektoren umgehen solle.
Geklärt werden müsse auch, wie es zu diesem Problem kommen konnte und welche Lehren die gematik aus den Vorgängen zieht, so der KBV-Vorstand. Man erwarte dazu einen zeitnahen Sachstandsbericht der gematik.
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