Ärzteschaft

KI im Gesundheitswesen: Assistenztool statt Ersatz für Ärzte

  • Mittwoch, 26. August 2026
/Toowongsa, stock.adobe.com
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Koblenz – Künstliche Intelligenz (KI) soll einer Umfrage zufolge im Gesundheitswesen vor allem als Unterstützung der Ärzteschaft dienen. Dies geht aus einer Befragung der Debeka-Krankenversicherung hervor.

Demnach priorisierten 43,7 Prozent der Teilnehmenden KI-Tools als unterstützendes Werkzeug. 38,9 Prozent der Befragten sahen dabei in KI eine hilfreiche Möglichkeit, Laborwerte und Befunde auszuwerten. Als erste Anlaufstelle für Patienten erachteten allerdings nur 5,2 Prozent KI-Modelle als sinnvoll.

Bei der Frage nach möglichen Anwendungsgebieten zogen die Befragten eine Grenze zwischen simplen Alltagsfragen und gesundheitlichen Notfällen. 20,5 Prozent würden eine KI bei Präventionsthemen wie Ernährung verwenden, 18,4 Prozent beim Einordnen leichter Erkältungssymptome.

Bei akuten Brustschmerzen oder Atemnot wollen 24,8 Prozent hingegen ausdrücklich keine KI-Tools als Unterstützung. Auf ausdrückliche Ablehnung stößt KI auch bei Krebsdiagnosen (27,1 Prozent), psychischen Krisen (25,1 Prozent) und bei Fragen zu Kindern oder der Schwangerschaft (11,1 Prozent). Hier wird Hilfe durch Menschen deutlich bevorzugt.

Die Befragung zeigt aus Sicht der Debeka eine deutliche Befürwortung für KI-Tools als Assistenz, nicht aber als Ersatz für Ärztinnen und Ärzte. Für die Erhebung befragte das Institut Civey im Mai 5.000 Menschen ab 18 Jahren sowie 2.500 Menschen, die im Internet nach Krankheiten, Symptomen und Behandlungen suchten. Die Ergebnisse sind den Angaben zufolge repräsentativ.

afp

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