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KKH: Vier Millionen leiden an wiederkehrenden Depressionen

  • Montag, 9. März 2026
/panitan, stock.adobe.com
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Hannover – Im Jahr 2024 sind bei rund 4,2 Millionen Menschen in Deutschland wiederkehrende Depressionen diagnostiziert worden. Das ergab eine Hochrechnung der Kaufmännischen Krankenkasse (KKH). Frauen sind demnach dabei doppelt so häufig betroffen wie Männer.

Bundesweit erhöhte sich die Zahl solcher Fälle innerhalb von zehn Jahren von 34 auf 51 ambulante Diagnosen pro 1.000 Versicherte, was einem Anstieg von fast 50 Prozent entspricht, wie die Kasse schreibt.

Betroffene leiden demnach nicht nur in der dunklen Jahreszeit, sondern sind oftmals auch im Frühjahr unter anderen wegen der Umstellung des Hormonhaushalts antriebslos und ziehen sich zurück.

In der Altersgruppe der 18- bis 20-Jährigen verzeichnete die KKH im Zeitraum von 2014 bis 2024 sogar einen Anstieg der Fälle von wiederkehrenden Depressionen um gut 118 Prozent – von 15 auf 33 pro 1.000 Versicherte. Die Daten zeigten, dass sich Depressionen „offenbar bei zunehmend mehr Patientinnen und Patienten manifestieren und zu langwierigen Leidenszeiten führen“, erklärte KKH-Expertin Aileen Könitz.

Den im Bundesländervergleich größten Anstieg manifestierter Depressionen registrierte die Kasse zwischen 2014 und 2024 mit 75 Prozent in Sachsen-Anhalt. Dort leben allerdings gleichzeitig die wenigsten Betroffenen – 43 von 1.000 im Jahr 2024.

Den größten Anteil an Patienten ermittelte die Kasse in Baden-Württemberg mit 62 Fällen pro 1.000 Versicherte, den deutschlandweit geringsten Zuwachs innerhalb von zehn Jahren mit 37 Prozent in Hamburg.

afp

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