Ärzteschaft

Konnektoren und SMC-B-Karten: Bestimmte Kombinationen führen zu TI-Ausfall

  • Donnerstag, 8. Januar 2026
/MQ-Illustrations, stock.adobe.com
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Berlin – Der Einsatz von Konnektoren der Unternehmen Secunet und Compugroup Medical (CGM) kann in Verbindung mit SMC-B-Karten des Anbieters Medisign zu Problemen in Praxen führen. Darauf hat die Gematik hingewiesen und in Teilen Lösungen skizziert.

Für medizinische Einrichtungen ist der SMC-B (Security Module Card Typ B) der elektronische Praxisausweis für die Telematikinfrastruktur (TI). Er ist notwendig, damit Praxen Zugriffe etwa auf elektronische Gesundheitskarten (eGK) und die Nutzung von TI-Anwendungen wie dem elektronischen Medikationsplan (eMP) haben.

Hintergrund der Probleme, die in dieser Kombination auftreten können, ist eine Umstellung der TI-Verschlüsselung von RSA auf ECC. Die für die TI-Verbindung notwendigen Konnektoren registrieren sich dabei nach aktueller Kenntnis mit ECC-Zertifikaten am VPN-Zugangangsdienst, für die Signatur der Registrierung wird jedoch das RSA-Zertifikat der SMC-B-Karte des betroffenen Anbieters genutzt, schreibt die Gematik. „Diese Kombination führt zu einem ungültigen Verbindungsversuch.“

Die Gematik betont, dass grundsätzlich eine Neuregistrierung des Konnektors auf den Verschlüsselungsalgorithmus ECC notwendig ist. Beim Secunet-Konnektor sei ein „Firmware-Update auf die neueste FW Version 5.70.6“ erforderlich. Dann könne man die Neuregistrierung mit ECC-Zertifikat am VPN-Zugangsdienst vornehmen, hieß es.

Für die KoCo-Box-Konnektoren von CGM gibt es offenbar noch keine Lösung. Es werde „aktuell mit Hochdruck an einem Workaround gearbeitet“, so die Gematik. RISE-Konnektoren seien „nach aktuellem Kenntnisstand nicht von dem Problem betroffen“.

may

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