Krankenhäuser benötigen rund sechs Milliarden Euro Investitionen

Berlin – Der Krankenhäuser in Deutschland benötigen in diesem Jahr bundesweit rund sechs Milliarden Euro an Investitionsmitteln. Das ergibt sich aus dem neuen sogenannten Katalog von Investitionsbewertungsrelationen, auf den sich die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) mit dem Spitzenverband der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) und dem Verband der privaten Krankenversicherung (PKV) geeinigt hat.
Dieser Katalog zeigt den Investitionsbedarf für die unterschiedlichen Fallpauschalen und dient der Verteilung des Geldes, das die Bundesländer für Krankenhausinvestitionen zur Verfügung stellen. Mit Hilfe des Kataloges ist es laut der DKG möglich, das Geld zielgenauer auf die Krankenhäuser zu verteilen.
Hintergrund ist die sogenannte duale Krankenhausfinanzierung in Deutschland: GKV und PKV tragen danach die Betriebskosten, zum Beispiel für die abgerechneten medizinischen Leistungen und für das Klinikpersonal. Die Bundesländer hingegen sind für die Investitionen verantwortlich.
Laut der DKG wendet aber bislang lediglich das Land Berlin den „Katalog von Investitionsbewertungsrelationen“ an. „Auch wenn dies von Land zu Land durchaus unterschiedlich ist, ist in der Gesamtheit festzustellen und zu beklagen, dass nur unzureichend Investitionsmittel zur Verfügung gestellt werden“, hieß es aus der Krankenhausgesellschaft. Anfang der 70er Jahre entsprachen die Mittel der Länder rund 25 Prozent der GKV-Aufwendungen für Kliniken, heute lägen sie nur noch bei vier Prozent. „Insgesamt kommen die Bundesländer ihrer Investitionsverpflichtung nicht nach“, lautet daher das Fazit der DKG.
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