Politik

Krankenhausplan: Keine Standortschließungen im Saarland

  • Dienstag, 20. Oktober 2026
Minister für Arbeit, Soziales, Frauen und Gesundheit, Magnus Jung (SPD), klärt um den Stand der saarländischen Krankenhäuser auf und stellt das aktuelle Krankenhauskonzept vor. /BeckerBredel
Minister für Arbeit, Soziales, Frauen und Gesundheit, Magnus Jung (SPD), klärt um den Stand der saarländischen Krankenhäuser auf und stellt das aktuelle Krankenhauskonzept vor. /BeckerBredel
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Saarbrücken – Eine deutliche Konzentration bei den Leistungsangeboten, aber keine Standortschließung. Das sieht der Krankenhausplan 2027 bis 2035 für das Saarland vor, den der saarländische Ministerrat beschlossen hat. Er soll zum 1. Januar 2027 in Kraft tritt.

Gesundheitsminister Magnus Jung (SPD) präsentierte ihn vor Journalisten nach eigener Aussage „mit Zufriedenheit und Stolz“. Er sei „sicherlich mit das wichtigste gesundheitspolitische Dokument und die größte gesundheitspolitische Aufgabe, die sich uns in dieser Legislaturperiode gestellt hat“, betonte Jung.

Darüber hinaus gab der Minister bekannt, dass in den nächsten zehn Jahren eine Milliarde Euro für Investitionen in die saarländischen Krankenhäuser zur Verfügung gestellt werden soll – das sei mehr als dreimal so viel wie in der Vergangenheit. Der Bundesanteil daran betrage weniger als 200 Millionen Euro. Zudem sei bereits eine weitere Milliarde Euro für den Neubau des Zentralklinikums am Uniklinikum UKS beschlossen.

Ziel des neuen Krankenhausplanes sei es gewesen, „Bedarfsnähe und Krisenfestigkeit“ herzustellen, auf der anderen Seite aber auch Konzentration, Qualität, Spezialisierung und klare Profile. Durch die Einführung von Leistungsgruppen werde sichergestellt, dass Behandlungen von denjenigen durchgeführt werden, die diese „häufig und gut“ und nicht „zufällig oder gelegenheitsmäßig“ vornehmen.

Schließungen sehe der Plan jedoch nicht vor. „Standortkonzentrationen haben wir in erheblichem Maße in den letzten zehn Jahren schon hinter uns gebracht“, sagte Jung mit Blick auf die Schließung von sieben Standorten. Nun gehe es darum, die Leistungen zu konzentrieren, für eine Spezialisierung zu sorgen, Stärken und Leistungsfähigkeiten zu beachten und damit Qualität und Wirtschaftlichkeit zu steigern.

In wichtigen Leistungsgruppen seien „erhebliche Konzentrationen“ durchgeführt worden, so der Gesundheitsminister. Beispielhaft nannte er den Bereich Endoprothetik Hüfte, bei der die Zahl der Krankenhäuser, die diese Leistungsgruppe anbiete, um 33 Prozent reduziert worden sei – von zwölf auf acht Standorte.

Gleiches gelte für die Gruppe Endoprothetik Knie, die Revisionen bei Hüftendoprothesen und die Revisionen bei Knieendoprothesen. Bei der Speziellen Traumatologie wurde die Zahl der Häuser, die diese künftig durchführen, um 62 Prozent verringert, bei Wirbelsäulen- und Lebereingriffen um 60 Prozent.

dpa

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