Politik

Krankenkassen für flexiblere Sprechstunden und Video-Behandlung

  • Montag, 7. Oktober 2019
/agenturfotografin, stock.adobe.com
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Berlin – Die Krankenkassen haben die Ärzte aufgerufen, ihre Sprechstunden flexibler zu gestalten und auch Behandlungen per Videoübertragung zu ermöglichen. „Die Versicher­ten dürfen zu Recht erwarten, dass sich die Öffnungszeiten der Praxen nach ihren Bedür­fnissen richten“, sagte das neue Vorstandsmitglied im GKV-Spitzenverband, Stefanie Stoff-Ahnis, heute dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND).

In den vergangenen Jahrzehnten habe sich die Lebenswirklichkeit vieler Menschen kom­plett geän­dert. „Sie kaufen online ein, arbeiten mobil und 24/7 ist in vielen Branchen selbstverständlicher Servicestandard geworden“, sagte sie. Die niedergelassenen Ärzte hätten sich darauf aber nicht eingestellt. „Die Praxen sind Mittwoch- und Freitagnach­mittag oder am frühen Abend fast alle gleichzeitig geschlossen, am Samstag sowieso“, kritisierte Stoff-Ahnis.

Die Ärzteschaft sei daher gefordert, „mit der Zeit zu gehen und über mehr Flexibilität und Koordination untereinander die Versorgung der Patienten zu verbessern“. Stoff-Ahnis ver­langte zudem einen „Modernisierungsschub“ in den Praxen: „Im Zeitalter der Online-Kom­munikation erwarten die Versicherten, dass ihnen auch online per Videosprechstunde ge­holfen wird.“

Derzeit betrachteten viele Ärzte dies eher als Zusatzleistung oder Sonderservice, was aber falsch sei. „Die Videosprechstunde muss Alltag werden“, verlangte Stoff-Ahnis. „Ich gehe davon aus , dass in fünf Jahren jede fünfte ambulante Behandlung per Videosprech­stunde erfolgt.“

kna

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