Kritik an Mittelkürzung für Versorgungsforschung im Innovationsfonds

Berlin – Neue Erkenntnisse aus der Forschung gelangen zu langsam und zu ungezielt in den medizinischen Versorgungsalltag. Das hat das Deutsche Netzwerk Versorgungsforschung (DNVF) bemängelt. Es fordert Korrekturen bei der geplanten Fortführung des Innovationsfonds beim Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA).
Zwar sei es zu begrüßen, dass der Referentenentwurf zum Digitale Versorgung-Gesetz (DVG) des Bundesgesundheitsministeriums den Innovationsfonds weiter vorsehe und nicht auslaufen lasse. Kritik übt das Netzwerk aber daran, dass künftig die Flexibilität bei der Auswahl der geförderten Projekte eingeschränkt werden solle – das führe zu einem geringeren Innovationspotenzial.
Außerdem sollen für die ebenfalls durch den Innovationsfonds geförderte Versorgungsforschung nur noch 20 Millionen Euro zur Verfügung stehen – für eine methodisch hochwertige Forschungsarbeit sowie die notwendige Erweiterung und Finanzierung des Transfers von Forschungsergebnissen in die Versorgung ist dies laut dem DNVF zu wenig. Bislang waren es 75 Millionen Euro.
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