Landarztquote für Studienanfänger in Sachsen vorerst vom Tisch

Dresden – In Sachsen wird es vorerst offenbar keine Landarztquote für das Medizinstudium geben. Eine Einigung in der Regierung sei an der SPD gescheitert, erklärte Gesundheitsministerin Barbara Klepsch (CDU) heute. Sie könne diese Ablehnung „absolut nicht nachvollziehen“.
Vor allem in den ländlichen Regionen fehlten Hausärzte. Mit der Quote sollte ein gewisser Anteil an Medizinstudienplätzen an junge Menschen vergeben werden, die sich verpflichten, nach ihrem Abschluss zehn Jahre im ländlichen Raum zu arbeiten.
Die SPD-Fraktion wies die Vorwürfe der Gesundheitsministerin heute zurück. Eine Quote, die frühestens in zwölf Jahren wirksam werde, löse das Problem nicht.
„Wir haben eine ganze Reihe von Maßnahmen vorgeschlagen, die schneller wirken und weniger kosten“, erklärte die gesundheitspolitische Sprecherin Simone Lang. Dazu zähle eine Unterstützung von Polikliniken durch den Freistaat oder der Einsatz von studierten Arztassistenten, die Hausärzte auf dem Land entlasten könnten.
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