Landtagswahlen: Gesundheitsministerin und Senatorin wieder in den Parlamenten

Berlin/Schwerin – Bei der Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern sowie der Wahl zum Berliner Abgeordnetenhaus gestern konnten die amtierende Gesundheitsministerin sowie die amtierende Senatorin ihre Mandate im jeweiligen Landesparlament verteidigen.
Die Gesundheitsministerin in Mecklenburg-Vorpommern, Stefanie Drese (SPD), gewann ihren Wahlkreis 11 (Landkreis Rostock) mit 41,19 Prozent. Auf Platz zwei landete mit 35,76 Prozent Thomas de Jesus Fernandes von der AfD. Drese ist seit 2011 Mitglied des Landtags und seit November 2016 erstmals Ministerin – zunächst für Soziales, Integration und Gleichstellung. Seit der Wahl 2021 ist sie Ministerin für Soziales, Gesundheit und Sport.
Bei der Landtagswahl am Sonntag wurde die AfD in Mecklenburg-Vorpommern mit 32 Sitzen zur größten Fraktion im neuen Landtag. Die SPD-Fraktion hat 29 Sitze und könnte gemeinsam mit den Grünen (5 Sitze) und den Linken (5 Sitze) eine Regierungsmehrheit bilden.
Neue Situation in Berlin
In der Hauptstadt konnten die beiden Spitzenpolitikerinnen in der Gesundheitspolitik ihre Direktmandate nicht erreichen: Ina Czyborra (SPD), seit 2023 Senatorin für Gesundheit und Wissenschaft, erreichte in ihrem Wahlkreis in Steglitz-Zehlendorf mit 15,5 Prozent nur den dritten Platz – vor ihr liegen Kandidaten der CDU (33,7 Prozent) und der Grünen (21,3 Prozent).
Czyborra wird aber dennoch Mitglied im neu gewählten Abgeordnetenhaus sein, da sie über die Landesliste einziehen wird. Seit 2011 ist sie Mitglied im Landesparlament.
Auch der frühere SPD-Staatssekretär Martin Matz, der von 2018 bis 2021 unter der damaligen Senatorin Dilek Kolat (heute Dilek Kalayci) für Gesundheit und Pflege verantwortlich war, ist wieder im Abgeordnetenhaus.
Die amtierende Staatssekretärin bei Senatorin Czyborra, Ellen Haußdörfer (SPD), wurde in ihrem Direktwahlkreis mit 8,9 Prozent nur auf Platz vier gewählt. Ihr Wahlkreis in Treptow-Köpenick ist auch der des CDU-Spitzenkandidaten Stefan Evers, der auf Platz zwei liegt. Gewonnen hat dort Alexander Bertram von der AfD. Auf Platz drei liegt Lena Fries von den Linken.
In Berlin hat die Linke die meisten Stimmen bekommen und wird mit 47 Sitzen im Abgeordnetenhaus vertreten sein. Die CDU hat 34 Sitze, die AfD 29, die Grünen 26 und die SPD künftig 22 Sitze. Rein rechnerisch sind dabei zwei Koalitionen möglich: Zwischen Linken, Grünen und SPD sowie zwischen CDU, Grünen und SPD.
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