Legionellen: 44 Infektionen und vier Todesfälle in Thüringen

Erfurt – In Thüringen haben sich im vergangenen Jahr mindestens 44 Menschen mit Legionellen infiziert. Vier von ihnen sind nach Angaben des Gesundheitsministeriums in direkter Folge der Infektion gestorben.
Auch im laufenden Jahr habe es einen ersten Thüringer Todesfall im unmittelbaren Zusammenhang mit einer durch Bakterien der Gattung Legionella ausgelösten Erkrankung gegeben. Insgesamt wurden mit Stand Mitte April dieses Jahr 16 Fälle der meldepflichtigen durch die Erreger verursachten Legionellose im Freistaat bekannt.
In 38 der 44 Thüringer Erkrankungsfälle des vergangenen Jahres wurde eine mögliche Infektionsquelle ausgemacht. Demnach ließen sich die meisten der Infektionen mit größerer Wahrscheinlichkeit auf ein privates oder berufliches Umfeld zurückführen. Nachgewiesen werden die Verunreinigungen über Wasserproben.
Daneben gab es den Angaben nach aber auch eine Reihe von Fällen, in denen sich Patienten vermutlich bei Aufenthalten in Kliniken infiziert hatten. In elf Fällen hatten sich die Betroffenen vermutlich auf Reisen infiziert.
Die Zahl der bekannten Infektionen in Deutschland steigt laut Robert-Koch-Institut (RKI) etwa in den Sommermonaten an. Gründe dafür können etwa höhere Wassertemperaturen und höhere Lufttemperaturen in Verbindung mit einem feuchten Klima sein. Solche Bedingungen begünstigen das Wachstum von Legionellen in der Umwelt.
Diskutieren Sie mit
Werden Sie Teil der Community des Deutschen Ärzteblattes und tauschen Sie sich mit unseren Autoren und anderen Lesern aus. Unser Kommentarbereich ist ausschließlich Ärztinnen und Ärzten vorbehalten.
Anmelden und Kommentar schreiben
Bitte beachten Sie unsere Richtlinien. Der Kommentarbereich wird von uns moderiert.
Diskutieren Sie mit: