Politik

Linnemann hält an Aussagen zu weniger Krankenkassen fest

  • Dienstag, 25. August 2026
Carsten Linnemann, CDU-Generalsekretär /picture alliance, Michael Kappeler
Carsten Linnemann, CDU-Generalsekretär /picture alliance, Michael Kappeler
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Berlin – Die Zahl der Krankenkassen in Deutschland ist von 1993 mit knapp 1.200 auf heute – etwas mehr als 90 Kassen – erheblich geschrumpft. Bundesgesundheitsminister Carsten Linnemann (CSU) bekräftigte nun, dass aus seiner Sicht noch viel weniger notwendig sind.

„Ich bleibe bei dem, was ich gesagt habe. Davon nehme ich nichts zurück“, sagte Linnemann der Bild. Er sei jetzt Bundesgesundheitsminister und Ende des Jahres werde eine Kommission dazu einen Endbericht vorlegen.

Bereits im April hatte Linnemann in der Sendung Frühstart von RTL/ntv gesagt: „Wir haben immer noch über 90 Krankenkassen, die in der Regel die gleichen Leistungen anbieten. Riesen Verwaltungsvolumen, da müssen wir ran. Mindestens die Hälfte. Ich finde, zehn Krankenkassen in Deutschland reichen.“

Auf die Frage, wie er eine solche Reduzierung durchsetzen wolle, sagte Linnemann damals, man könne zum Beispiel eine Schwelle bei der Zahl der Mitglieder setzen, etwa bei 200.000 oder 250.000.

Linnemann betonte in der Bild auch, wenn die Sozialversicherungsbeiträge ausuferten, sei Deutschland nicht mehr wettbewerbsfähig. Deswegen müsse man die Beiträge stabil halten. Das gelte auch bei der Pflege. Perspektivisch sollten die Sozialversicherungsbeiträge sinken.

In Bezug auf zu viel Bürokratie für die Ärzteschaft wies der neue Minister darauf hin, dass diese im Durchschnitt drei Stunden am Tag am Schreibtisch sitzen und Bürokratie machen. „Sie machen also nicht das, für das sie ausgebildet sind und woran sie Spaß haben, nämlich Menschen zu helfen. In der Pflege ist es genauso. Natürlich muss sich das ändern“, so der Minister.

may

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