Mangelernährung wird im Krankenhaus selten diagnostiziert und behandelt

Würzburg – Mangelernährung wird bei stationär behandelten Personen in Deutschland offenbar nur selten dokumentiert und noch seltener mit einer OPS-kodierten Ernährungstherapie behandelt. Das zeigt eine Analyse bundesweiter Krankenkassendaten aus den Jahren 2017 bis 2024. Gleichzeitig waren eine dokumentierte Mangelernährung mit einer deutlich höheren Mortalität, mehr Rehospitalisierungen und höheren Gesundheitskosten assoziiert (Dtsch Arztebl Int 2026; DOI: 10.3238/arztebl.m2026.0085).
Monika Rau von der Medizinischen Klinik und Poliklinik II des Universitätsklinikums Würzburg und Co-Autoren werteten für ihre retrospektive Studie alters- und geschlechtsrepräsentative Daten aus der InGef-Forschungsdatenbank aus. Erfasst wurden stationär behandelte Patientinnen und Patienten, bei denen eine Mangelernährung über die ICD-10-GM-Codes E43, E44 oder E46 kodiert worden war.
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