Mehr als 70 Ärzte für Einsatz im Reservekrankenhaus gefunden

Berlin – Für einen Einsatz in der Berliner Coronanotfallklinik auf dem Messegelände haben sich Dutzende Mediziner bereiterklärt. Mit Stand vom 20. Mai seien 73 Ärzte gewonnen worden, teilte die Gesundheitsverwaltung in einer gestern veröffentlichten Antwort auf eine parlamentarische Anfrage des CDU-Abgeordneten Andreas Statzkowski mit.
Demnach unterzeichneten 50 Mediziner bereits einen Vertrag, die anderen erhielten dafür einen Termin. Rund 70 weitere Bewerbungen würden noch bearbeitet. Für den Betrieb von 488 Betten in einer umfunktionierten Messehalle wird mit einem Bedarf von 100 Ärzten gerechnet.
„Spätestens Ende des Jahres“ sollen laut der Senatsantwort auch die für einen Teil der Betten bestellten Beatmungsgeräte ausgeliefert sein – bisher seien vor Ort zwei Stück für Schulungen verfügbar. Der Hersteller liefere angesichts der international hohen Nachfrage nur dorthin aus, wo die Geräte unmittelbar zum Einsatz kämen, begründet die Senatsverwaltung.
Das Behandlungszentrum in der Jafféstraße sei bisher allerdings nur im „Bereitschafts- und Ausbildungsmodus“. Auch werde maschinelle Beatmung dort nur für einzelne Patienten benötigt.
Das Zentrum soll so lange bereitgehalten werden, „bis der Senat entscheidet, den Rückbau zu veranlassen“, hieß es. Eine Nutzung der dortigen Betten für COVID-19-Patienten ist nur für den Fall einer Überlastung der regulären Krankenhäuser vorgesehen.
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