Mehr als 8.400 Qualitätszirkel für Ärzte und Psychotherapeuten

Berlin – Bundesweit nehmen mehr als 67.000 Ärzte und Psychotherapeuten an mehr als 8.400 Qualitätszirkeln teil. Darauf hat die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) bei der Vorstellung ihres neuen Qualitätsberichtes 2019 hingewiesen.
„Wir begrüßen und unterstützen Qualitätszirkel von der ersten Stunde an, weil sie eine tolle Möglichkeit des kollegialen, vertraulichen Austausches sind“, sagte KBV-Vorstandsmitglied Thomas Kriedel in Berlin. Die Ergebnisse der Zirkelarbeit würden direkt in den Praxisalltag einfließen und dabei helfen, die Versorgungsqualität und die Patientensicherheit weiterzuentwickeln.
Bereits vor 15 Jahren hat die KBV ein Unterstützungskonzept für Qualitätszirkel entwickelt, das auf dem Train-the-Trainer-Prinzip fußt. Es wurde 2004 im „Handbuch Qualitätszirkel der Kassenärztlichen Bundesvereinigung“ erstmals veröffentlicht.
Im Kern geht es darum, dass die KBV besonders erfahrene Zirkelmoderatoren zu Tutoren ausbildet, die in ihren Kassenärztlichen Vereinigungen (KVen) die Qualitätszirkelarbeit unterstützen. Nach Aktualisierungen und Ergänzungen in den Jahren 2008 und 2013 wurde das Qualitätszirkel-Konzept 2018 erneut überarbeitet und liegt jetzt in der vierten Auflage vor.
Laut dem neuen Qualitätsbericht hat die KBV seit Einführung des Train-the-Trainer-Konzepts 145 Tutoren ausgebildet. Zwölf KVen setzen das Qualitätszirkel-Konzept um und alle KVen fördern die Zirkelarbeit.
Der neue Qualitätsbericht geht auf rund 160 Seiten auch auf die bundesweit geltenden Qualitätssicherungsvereinbarungen und -richtlinien und auf deren Überprüfung ein. So haben die KVen im Berichtsjahr 2018 die Behandlungsqualität bei mehr als 13.000 Ärzten stichprobenartig überprüft.
Dazu wurden 125.000 Patientendokumentationen zufällig ausgewählt. Bundesweit fanden über 11.000 Geräteprüfungen und mehr als 4.000 Hygieneprüfungen in den Praxen statt.
„Die Qualitätssicherung ist und bleibt eine der Kernaufgaben der KBV und der 17 KVen. Wir sorgen für eine kontinuierliche Förderung der Qualität in der ambulanten Versorgung und halten das Niveau in allen Bereichen sehr hoch“, betonte Kriedel.
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