Mehr als zwei Drittel schlafen laut Umfrage nachts weniger als sieben Stunden

Berlin – Mehr als zwei Drittel der Deutschen schlafen einer Umfrage zufolge weniger als sieben Stunden pro Nacht und kommen damit nicht auf die empfohlene Schlafdauer. In einer heute veröffentlichten Forsa-Umfrage im Auftrag der Krankenkasse AOK gaben 69 Prozent an, unter diesem Schlaflimit zu liegen. Nur knapp 30 Prozent kommen auf das aus gesundheitlichen Gründen von Experten empfohlene Optimum von sieben bis neun Stunden Schlaf.
Am häufigsten von Schlafmangel betroffen sind demnach die 45- bis 59-Jährigen. Bei mehr als drei Vierteln (77 Prozent) in dieser Altersgruppe ist die Nacht nach weniger als sieben Stunden Schlaf zu Ende.
Als Hauptursache für Schlafprobleme nannten die Befragten zu 63 Prozent Stress oder psychische Probleme. Dahinter folgen körperliche Beschwerden mit 38 Prozent und eine zu hohe oder zu niedrige Raumtemperatur mit 36 Prozent. Rund ein Viertel nannte den Konsum digitaler Medien als Grund. Unter den 18- bis 29-Jährigen wurde dieser Grund zu 45 Prozent genannt.
Frauen sind laut Umfrage insgesamt häufiger von Schlafproblemen betroffen als Männer. 64 Prozent der Frauen berichteten von wiederholten oder dauerhaften Schwierigkeiten in den vergangenen drei Monaten. Bei Männern waren es 52 Prozent. Fast 17 Prozent aller Befragten mit Schlafproblemen gaben an, fast jede Nacht teilweise wach zu liegen.
Mehr als drei Viertel (78 Prozent) aller Betroffenen haben Probleme mit dem Durchschlafen. Während die 18- bis 29-Jährigen besonders oft schlecht einschlafen, haben vor allem 45- bis 59-Jährige Probleme durchzuschlafen.
65 Prozent der Befragten nannten Müdigkeit, Erschöpfung und Antriebslosigkeit als häufigste negative Auswirkung. 40 Prozent fühlen sich im Alltag weniger belastbar. Fast genauso viele gaben eine verminderte Leistungsfähigkeit bei der Arbeit oder im Studium an.
Die AOK warnte vor den langfristigen Folgen von Schlafproblemen. „Guter und ausreichender Schlaf ist das Fundament für die körperliche Gesundheit sowie das mentale Wohlbefinden und damit entscheidend für mehr gesunde Lebensjahre“, erklärte AOK-Vorstandschef Jens Martin Hoyer.
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