Mehr Pflegeschüler in Baden-Württemberg
Stuttgart – Nach Hamburg und Nordrhein-Westfalen berichtet jetzt auch Baden-Württemberg von steigenden Schülerzahlen in der Altenpflege. „Zurzeit haben wir über 10.000 Auszubildende in der Altenpflege oder der Altenpflegehilfe, das sind rund 2.200 mehr als noch vor fünf Jahren“, sagte Landessozialministerin Katrin Altpeter (SPD). Sie bezog sich damit auf Zahlen aus dem „Zwischenbericht der Ausbildungs- und Qualifizierungsoffensive Altenpflege“, den das Bundesfamilienministerium veröffentlicht hat.
Entscheidend zum Erfolg beigetragen hat laut Altpeter die verlässliche Schulfinanzierung durch das Land sowie die Verteilung der Kosten der Ausbildungsvergütung auf ausbildende und nicht-ausbildende Einrichtungen. Ähnliches hatten auch Hamburg und NRW berichtet: Die Umlagefinanzierung der Altenpflegeausbildung hatte auch dort die Zahlen gesteigert, weil Ausbildung kein Wettbewerbsnachteil mehr sei, wenn auch Einrichtungen, die nicht ausbildeten, die Kosten mittragen müssten.
Wichtig ist laut Altpeter außerdem die Möglichkeit, Altenpflegehelfern in Baden-Württemberg nach deren einjährigen Ausbildung unter bestimmten Bedingungen den direkten Wechsel in eine Altenpflegeausbildung zu ermöglichen. „Oft nimmt die Hälfte eines Abschlussjahrgangs in der Altenpflegehilfe diese Möglichkeit bereits in Anspruch“, so die Ministerin. Sie kündigte an, auch das Angebot an Teilzeitausbildungen in der Pflege im Land weiter auszubauen.
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