70 Prozent mehr Pflegeausbildungsplätze in NRW
Düsseldorf – Die neue Umlagefinanzierung für Pflegeausbildungsplätze hat sich in Nordrhein-Westfalen (NRW) bewährt. In den vergangenen drei Jahren ist die Zahl der Ausbildungsplätze um rund 70 Prozent gestiegen. „Dieser Erfolg zeigt: Gemeinsam können wir beim Thema Pflege viel verändern, wenn alle an einem Strang ziehen“, erklärte Gesundheitsministerin Barbara Steffens (Bündnis90/Grüne) in Düsseldorf. Immer mehr Arbeitgeber nutzten die Chance der Umlagefinanzierung zur Schaffung zusätzlicher Ausbildungsstellen und immer mehr junge Menschen entschieden sich für eine Tätigkeit in der Pflege, so Steffens weiter.
Ausbildende Pflegeeinrichtungen und ambulante Dienste in NRW können seit 2012 die Ausbildungsvergütungen der Altenpflegeschüler refinanzieren. Die Kosten werden auf alle Pflegeinrichtungen und –dienste umgelegt, so dass Ausbildung seitdem kein Wettbewerbsnachteil mehr ist, da auch nicht ausbildende Einrichtungen sich an den Kosten beteiligen müssen.
Die Zahl der landesgeförderten Ausbildungsplätze in der Altenpflege ist seit Einführung der Umlage stark gestiegen: von 10.000 im Dezember 2011 auf rund 16.800 in diesem Dezember. Die dazu erforderlichen Haushaltsmittel für die Ausbildungen in der Pflege wurden von 32 Millionen Euro in 2010 bis 2014 auf 58,3 Millionen erhöht. Für 2015 sieht der gerade beschlossene Landeshaushalt eine weitere Erhöhung auf insgesamt 64 Millionen Euro vor.
Eine weitere Verbesserung erwartet Steffens von einer soeben beschlossenen Gesetzesänderung: „Jetzt ist es endlich Gesetz, dass jeder Schüler mit einem Ausbildungsvertrag in der Altenpflege auch einen Schulplatz an einem Fachseminar für Altenpflege erhält“, erläuterte Steffens. Sie betonte, mit dem Gesetz sei „nun auch eindeutig klar, dass in NRW bei der Altenpflege die Erhebung von Schulgeld untersagt ist.“
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