Vermischtes

Mehr Unfälle mit E-Scootern gezählt

  • Montag, 20. Juli 2026
/picture alliance, Jens Büttner
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Berlin – Die Zahl der E-Scooter-Unfälle, bei denen Menschen verletzt oder getötet wurden, ist gestiegen. Im Jahr 2025 registrierte die Polizei in Deutschland 16.496 E-Scooter-Unfälle mit Personenschaden – 38,1 Prozent mehr als im Jahr zuvor. Dabei kamen 38 Menschen ums Leben, wie das Statistische Bundesamt mitteilte.

Die Zahl der Todesopfer ist damit im Vergleich zu 2024 ebenfalls gestiegen. Damals starben 27 Menschen bei E-Scooter-Unfällen. Das häufigste Fehlverhalten der E-Scooter-Fahrenden war mit einem Anteil von 21,6 Prozent die falsche Benutzung der Fahrbahn oder der Gehwege.

Nach Angaben des Statistischen Bundesamts sind besonders junge Menschen häufiger in E-Scooter-Unfälle verwickelt. 53,6 Prozent der im Jahr 2025 verunglückten E-Scooter-Fahrenden waren jünger als 25 Jahre, 83,7 Prozent waren jünger als 45 Jahre. Dagegen gehörten nur 3,1 Prozent zur Altersgruppe 65plus.

Die Deutsche Gesellschaft für Kinder- und Jugendchirurgie (DGKJCH) sprach sich daher für eine Helmpflicht beim Fahren der Roller und gezielte Fahrtrainings aus.

„Was als flexibler und angesagter Freizeitspaß oder schnelle und bequeme Option für die Schulfahrt gilt, endet für viele Kinder und Jugendliche im Krankenhaus“, erklärte die medizinische Fachgesellschaft. Die DGKJCH empfiehlt, E-Scooter für Kinder unter 14 Jahren zu verbieten.

Seit 2020 werden E-Scooter-Unfälle auch im multizentrischen Traumaregister der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie als eigene Subgruppe erfasst.

Daten von 538 schwerverletzten E-Scooter-Verunfallten der Jahre 2020 bis 2023 zeigten, dass E-Scooter-Verunfallte im Vergleich zu verunfallten Fahrradfahrern häufiger männlich (78,4 versus 72,3 Prozent) und jünger waren (44,3 Jahre versus 54,5 Jahre) sowie häufiger unter Alkoholeinfluss standen (34,9  versus 15,6 Prozent).

Mehr als die Hälfte der Unfälle (54 Prozent) ereignete sich nachts und 83 Prozent der Verunfallten erlitten eine schwere Kopf- oder Gesichtsverletzung. Zu den häufigsten Verletzungen gehörten Subarachnoidalblutungen (20,1 Prozent), Schädelbasisfrakturen (16,7 Prozent) und Rippenserienfrakturen (16,5 Prozent). In 83,5 Prozent der Fälle war eine intensivmedizinische Behandlung notwendig.

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