Mehrheit der Erwachsenen hält Grippeschutz für nicht wichtig

Köln – Viele Menschen in Deutschland unterschätzen die Bedeutung der Grippeschutzimpfung. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Studie der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) zu Wissen, Einstellung und Verhalten der Bevölkerung zum persönlichen Infektionsschutz. Demnach gab die Hälfte der Befragten (52 Prozent) an, die Grippeimpfung im Erwachsenenalter für nicht so wichtig zu erachten.
Zudem wussten drei Viertel (76 Prozent) der Befragten, für die eine Grippeimpfung empfohlen wird, dass diese Impfung jedes Jahr aufgefrischt werden muss. Allerdings weicht das Verhalten bei vielen Menschen vom Wissensstand ab: nur 40 Prozent der chronisch Erkrankten und 49 Prozent der Senioren gaben an, sich jährlich impfen zu lassen.
Bei Befragten, die eine Tätigkeit im medizinischen Bereich mit Patientenkontakt ausüben, lagen die Zahlen noch niedriger: nur 23 Prozent schützen sich laut BZgA-Befragung jährlich durch eine Impfung. Als häufigsten Grund, warum sie sich nicht regelmäßig impfen lassen, nannten die Befragten Zweifel an der Wirksamkeit der Impfung.
„Es ist wichtig, dass gerade Personen in Gesundheitsberufen über die Wirksamkeit und Sicherheit der Grippeschutzimpfung informiert sind“, betonte BZgA-Direktorin Elisabeth Pott. Auch wenn die Stärke der Grippewelle nicht vorhersagbar sei, bleibe die jährliche Schutzimpfung gegen Grippeviren die wichtigste Präventionsmaßnahme gegen eine Erkrankung.
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