Millionenförderung für Clinician-Scientist-Programme in Tübingen

Tübingen – Die Medizinische Fakultät der Universität Tübingen erhält für zwei Clinician-Scientist-Programme eine Förderung von rund zehn Millionen Euro.
Das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt fördert das Advanced Clinician Scientist Programm „Medical Innovation through Synergy.2“ (InnoSyn.2) über zehn Jahre mit rund 7,9 Millionen Euro.
Zusätzlich stellt die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) 1,6 Millionen Euro für die Verlängerung des Clinician Scientist Programms „MINT-CS“ bereit.
„Wir schaffen mit unseren Programmen gezielt Freiräume für Ärztinnen und Ärzte, die Forschung und Patientenversorgung miteinander verbinden möchten“, erläuterte Claudia Lengerke, ärztliche Direktorin der Inneren Medizin II am Universitätsklinikum Tübingen. So entstünden Innovationen dort, wo sie gebraucht würden – direkt am Patienten.
Während das MINT-CS Programm gezielt den wissenschaftlichen Nachwuchs fördert und Ärzten während der Facharztausbildung strukturierte Forschungszeiten ermöglicht, richtet sich das Programm InnoSyn.2 an Medizinerinnen und Mediziner mit abgeschlossener Facharztausbildung. Es soll ihnen langfristige Perspektiven zur Entwicklung eigener Forschungsprofile bieten.
Ein zentraler Bestandteil beider Programme ist die geschützte Forschungszeit: Teilnehmende werden gezielt von klinischen Verpflichtungen entlastet, um wissenschaftliche Fragestellungen aus der Versorgung heraus zu bearbeiten und innovative Therapieansätze zu entwickeln.
„Strukturierte Programme für Clinician-Scientists sind ein entscheidender Baustein, um Forschung in der Medizin nachhaltig zu stärken und international wettbewerbsfähig zu machen“, so Lengerke.
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