Vermischtes

Mitarbeiter des Frankfurter Flughafens an Malaria gestorben

  • Mittwoch, 26. August 2026
picture alliance/photothek, Fraport
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Frankfurt am Main – An den Folgen einer Malaria-Erkrankung sind bereits zwei Beschäftigte am Frankfurter Flughafen gestorben. Der erste Todesfall ereignete sich nach Angaben des Frankfurter Gesundheitsamtes schon Anfang Juli, der zweite im August.

Zunächst war heute nur von einem Todesfall die Rede. „Das können wir leider bestätigen“, sagte ein Sprecher von Fraport. „Unser tiefstes Mitgefühl gilt den Angehörigen des Verstorbenen.“ Ursache der Infektion sollen importierte Mücken sein. Zuvor hatte hessenschau.de berichtet.

Mitte Juli hatte das Robert-Koch-Institut (RKI) einen Ausbruch von vier Malaria-Erkrankungen bei Flughafen-Beschäftigten bestätigt. „Die betroffenen Personen erkrankten zwischen dem 4. und 6. Juli 2026“, schreibt das RKI in seinem Epidemiologischen Bulletin. „Es wird davon ausgegangen, dass die Infektion durch eine mit dem Flugzeug importierte infizierte Anophelesmücke übertragen wurde.“

Ein Fraport-Sprecher sagte, mittlerweile wisse man von sechs Beschäftigten, die sich im Rahmen ihrer Arbeit infiziert hätten. Sie befinden sich demnach in ärztlicher Behandlung. Es seien Mückenfallen aufgestellt und auch Mücken gefangen worden, sagte der Sprecher. Diese würden jetzt in einem Labor untersucht.

Das RKI schreibt, die „sehr seltene“ Flughafenmalaria entstehe, wenn eine infektiöse Mücke im Flugzeug oder Gepäck importiert werde. Die Infektion erfolge dann im Flugzeug, im Flughafen oder in dessen unmittelbarer Umgebung.

Der letzte solche Fall sei 2023 ebenfalls am Frankfurter Flughafen dokumentiert worden, schreibt das Institut. „Ärztinnen und Ärzte, die Personen betreuen, die an Flughäfen mit interkontinentalen Flugverbindungen (Passagier- und Frachtflüge) arbeiten oder sich in ihrer unmittelbaren Nähe aufhalten, sollten vor allem im Sommer bei unklarem Fieber und fehlender Reiseanamnese auch eine seltene Flughafenmalaria differentialdiagnostisch in Betracht ziehen.“

dpa

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