Vier Beschäftigte an Frankfurter Flughafen an Malaria erkrankt

Berlin – Am Frankfurter Flughafen sind vier Beschäftigte an Malaria erkrankt. Wie das Robert-Koch-Institut (RKI) heute in Berlin mitteilte, ist davon auszugehen, dass die Infektionen von einer per Flug importierten Anophelesmücke stammen. Der Fall sei insofern besonders, als dass in Deutschland fast ausschließlich Fernreisende von Malaria betroffen seien, die im Ausland infiziert wurden.
Eine sogenannte Flughafenmalaria ist laut RKI ein seltenes Ereignis in Deutschland. Für die Betroffenen könne das eine späte Diagnose bedeuten, weil Malaria häufig mit Reisenden in Verbindung gebracht werde. Eine späte Diagnose erhöhe allerdings auch das Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf.
Das RKI appellierte daher an die Ärzteschaft, besonders im Sommer auch eine seltene Flughafenmalaria als Diagnose in Betracht zu ziehen, sofern die Patientinnen und Patienten an Flughäfen mit interkontinentalen Verbindungen oder in deren Umgebung arbeiten.
Der letzte Fall einer Flughafenmalaria wurde laut RKI 2023 in Deutschland dokumentiert. Damals war ebenfalls der Frankfurter Flughafen betroffen. Die aktuellen Infektionen werden vom Gesundheitsamt in Frankfurt untersucht.
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